Verkehrsclub kritisiert Steuerpläne für Biokraftstoffe

Beimischung

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die Pläne der Bundesregierung zur Besteuerung von Biokraftstoffen ab 2007 heftig kritisiert. "Wenn die Steuervergünstigung wegfällt, wäre das ein großer Dämpfer für die Biokraftstoffbranche", sagte der verkehrspolitische Sprecher VCD, Gerd Lottsiepen, der "Berliner Zeitung". "Wir erwarten, dass die Politik sich daran hält, was sie versprochen hat, denn viele junge Unternehmen haben gerade auf Grund der Steuervorteile investiert", betonte Lottsiepen.

Wie am Wochenende verlautete, will die Bundesregierung die Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe ab 2007 abschaffen. Die alte Bundesregierung hatte Biokraftstoffe bis 2009 von der Mineralölsteuer befreit, um der alternativen Branche mehr Wettbewerbschancen einzuräumen.

Der Verkehrsclub hält Berechnungen der Mineralölwirtschaft, nach denen der Benzinpreis um drei Cent pro Liter durch Steuerwegfall und Beimischungspflicht steigen werde, für übertrieben: "Nach unseren Berechnungen würden eine Besteuerung von Biokraftstoffen und die Beimischungspflicht die Spritpreise maximal um etwa 1,5 Cent pro Liter verteuern", sagte Lottsiepen. Er begründete dies damit, dass in den nächsten Jahren vorerst nur ein relativ kleiner Teil von Biokraftstoffen dem normalen Benzin und Diesel beigemischt werden könnten.