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Im Bankentarifkonflikt zeigen beide Parteien Verhandlungsbereitschaft

Neue Hoffnung auf Gespräche

In den seit Monaten schwelenden Bankentarifkonflikt kommt offenbar wieder Bewegung. Die Verhandlungsführer von Arbeitgebern und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich auf Gespräche verständigt, um den Tarifkonflikt in einer weiteren, noch zu vereinbarenden Verhandlungsrunde zu lösen. Wie der Verhandlungsführer von ver.di, Hinrich Feddersen, dazu am Dienstag mitteilte, sei ein Termin bis Ende Oktober angepeilt. Ein genaues Datum müsse aber noch gefunden werden.

Die Arbeitgeber hätten in einem Schreiben klar gemacht, dass sie ihre Forderung nach einer 35-prozentigen Festgehaltskürzung nicht mehr aufrecht erhalten. Vielmehr wolle man nun über den Umfang einer variablen Größe verhandeln, den die Gewerkschaft kürzlich zur Diskussion stellte. "Wir sind bereit, über einen Einstieg in variable Vergütungen für einen eng zu definierenden Kreis von Vertriebsbeschäftigten zu verhandeln", sagte Feddersen. Kürzungen bei den derzeitig tariflich vereinbarten Gehältern kämen aber nicht in Frage. Sollte bis Ende Oktober dennoch kein Ergebnis vorliegen, werde man bundesweit zu so genannten Ultimo-Streiks am 30. und 31. Oktober aufrufen. Es sei an der Zeit, dass die Bankbeschäftigten nicht länger von der tarifpolitischen Entwicklung in diesem Jahr abgekoppelt werden.

Die Gewerkschaft hatte für die gut 460 000 Branchenmitarbeiter zuletzt Entgelterhöhungen im Volumen vergleichbarer Branchen gefordert. Bei der Post und bei den Versicherungen lagen die Tarifabschlüsse bei 3,5 Prozent.

Am 24. Sep. 2002 unter:

arbeit

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