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Experten warnen vor neuem Sars-Ausbruch

Gefahr nicht gebannt

Experten sind der Ansicht, dass SARS gegen Ende des Jahres erneut ausbrechen könnte. Erst vor knapp zwei Wochen erklärte die WHO, dass die Infektionskrankheit, die rund 800 Todesopfer und 8.000 Infizierte forderte, keine Gefahr mehr darstelle. Experten zeichnen aber ein anderes Bild: Ihrer Meinung nach könnte die Erkrankung schon in wenigen Monaten erneut wieder ausbrechen, berichtet BBC-online. Laut einer Umfrage des britischen Journal of Epidemiology and Community Health unter neun Experten seien sich alle Wissenschaftler sich einig gewesen, dass Gesundheitsbehörden zu schnell eine generelle Entwarnung gegeben hätten, da die Risikofaktoren von SARS immer noch nicht geklärt seien.

Insbesondere das Überspringen des Virus von Tier auf Mensch bereite den Experten Kopfzerbrechen, da nicht eindeutig feststeht von welchem Tier das Virus stammt. "Wesentliche Voraussetzungen für eine generelle Entwarnung fehlen. Dazu zählt etwa ein wirksames Vakzin", so Abu Abdullah, Professor an der University of Hong Kong. SARS sei lediglich eingedämmt worden, weil es nicht mehr weiter verbreitet wurde. Rashid Chotani, Direktor der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, ist ebenfalls der Meinung, dass jetzt schon Schritte gegen ein erneutes Auftreten der Krankheit getroffen werden müssten. Chotani meint ein pro-aktives Vorgehen sei günstiger als ein re-aktives.

Die Experten in Europa und den USA warnen vor allem vor einem Auftreten der Krankheit in der Zeit, in der die Temperaturen sinken und übliche Hals- und Atemwegsinfektionen auftreten. Warnungen vor einem erneuten Auftreten der Infektionen setzten auch wieder ein effektives Vorgehen der Gesundheitsbehörden voraus. Davon werde abhängen wie schnell und wie weit sich die Krankheit wieder ausbreiten könne. Die finanziellen Schäden, die die Epidemie in Südasien und Kanada hinterlassen haben, liessen sich nur schwer hochrechnen.

Am 17. Jul. 2003 unter:

umwelt

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