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SCO will Lizenzgebühren für Linux

Open-Source

Die SCO Group hat angekündigt von den Benutzern des populären Open-Source-Betriebssystems Linux Lizenzgebühren verlangen zu wollen. Dabei beruft sich der Konzern auf seine Urheberrechte über Teile von Linux, wie das Wall Street Journal berichtet. SCO wolle nun jene Unternehmen, die Linux verwenden, über sein Vorhaben informieren und behalte sich rechtliche Maßnahmen vor falls diese einer Lizenzgebühr nicht zustimmen sollten. Insgesamt könnte SCO durch die Vergabe von Lizenzen mehrere Milliarden Dollar einnehmen. Einer Sprecherin von IBM zufolge hätte SCO aber bisher keinen konkreten Quellcode anzeigen können, der die Urheberrechte verletzt hätte: "SCO verlangt von den Kunden Lizenzgebühren aufgrund von Behauptungen, aber nicht von Fakten".

Exakte Preise für die Lizenz seien bisher noch nicht festgesetzt worden, doch diese würden in etwa den Preisen für UnixWare, SCOs Version von Unix, entsprechen. Die Gebühren reichen von 700 Dollar für einen Singleprozessor bis zu mehr als 10.000 Dollar für stärkere Systeme. Unix stellt jenes ältere Betriebssystem dar, aus dem Linux hervorgegangen ist und an dem SCO Rechte besitzt. Von den Lizenzgebühren betroffen wäre nach Aussage von SCO Linux' 2.4 Version, da hier angeblich ein Teil des Codes von urheberrechtlich geschützter Software widerrechtlich kopiert worden wäre. Um diesen Kosten zu entgehen könnten die Benutzer von Linux laut Darl McBride, Geschäftsführer von SCO, alternativ auch auf frühere Softwareversionen zurückgreifen.

Die jetzige Ankündigung von SCO Lizenzgebühren einheben zu wollen, ist die Folge einer längeren Auseinandersetzung. So wurde IBM vergangenen März von SCO beschuldigt einen urheberrechtlich geschützten Unix-Code an die Linux-Gemeinde weitergegeben zu haben. IBM wurde in Folge wegen Vertragsbruch sowie Diebstahls von geistigem Eigentum auf eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt. Auch Red Hat, einer der größten Linux-Distributoren, sei sich sicher keine Eigentumsrechte verletzt zu haben. Die Geldgeber von Linux fordern nun SCO auf, die angeblich urheberrechtlich verletzten Teile der Software genau zu bestimmen.

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