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Umweltprogramm gegen Umweltverschmutzung und Überfischung

Kaspisches Meer

Unter Führung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) haben die fünf Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres Anfang diesen Jahres das "Kaspische Umweltprogramm" (CEP) unterzeichnet. Ziel dieses Rahmenvertrages ist es, die Umweltverschmutzung und Überfischung zu reduzieren und eine nachhaltige Ressourcennutzung einzuleiten.

Einig sind sich die Unterzeichner Aserbeidschan, Iran, Kasachstan, die Russische Föderation und Turkmenistan vor allem darin, dass dieses Ziel nicht leicht zu erreichen ist. Das Kaspische Meer ist nicht nur das größte Binnenmeer der Welt, sondern auch eines der am meisten verschmutzten und übernutzten Gewässer. Ungeklärte Abwassereinleitung aus Industrie und Gewerbe, Pestizid- und Düngerrestbestände aus der angrenzenden Intensivlandwirtschaft, Schwermetallverseuchung und Verschmutzungen durch die Öl- und Gasgewinnung wurden bisher als gegeben hingenommen.

Gegen allmähliche Ausrottung der ehemals reichen Fischbestände wurden erst kritische Stimmen laut, seit auch der Kaviar liefernde Stör nur noch selten anzutreffen ist. Gleichzeitig streiten sich die Anrainer darum, wie das Kaspische Meer und damit seine Reichtümer aufzuteilen sind. Denn unter dem Meeresboden werden einige der größten Öl- und Gasreserven der Welt vermutet.

Geplant ist es, ein Netzwerk aus lokalen Nichtregierungsorganisationen, Politik und Verwaltung, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen und dem privaten Sektor aufzubauen und eine zwischenstaatliche Zusammenarbeit zu initiieren. Doch der CEP-Rahmenvertrag, der erst nach über fünfjährigen Verhandlungen zustande gekommen war, muss zunächst von den einzelnen Staaten ratifiziert und in konkrete Maßnahmenpläne umgesetzt werden - auf einen Zeitplan hatte man sich nicht einigen können.