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Ein Zug statt viele Laster?

Genehmigungsverfahren für Atommülltransport bleibt ausgesetzt

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Das Genehmigungsverfahren für den geplanten Atommülltransport vom sächsischen Rossendorf ins westfälische Zwischenlager Ahaus bleibt vorerst ausgesetzt. Dies teilte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Freitag als Ergebnis eines Treffens des Staatssekretärs seines Hauses, Rainer Baake, mit Vertreten der sächsischen und der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit. Das Verfahren werde "für die Dauer der kommenden Woche angehalten", um in dieser Zeit weitere Prüfungen vornehmen zu können.


Hintergrund ist den Angaben zufolge das Verlangen Nordrhein-Westfalens, die Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern, weil so der Aufwand für die Sicherung verringert werden könne. Nordrhein-Westfalen verweise dabei zur Begründung auf die starke Beanspruchung der Polizeikräfte nach den Anschlägen von Madrid.

Baake habe Sachsen gebeten, ob es den entsprechenden Antrag "auf einen gewöhnlichen Schienentransport" umstellen könne, fügte der Sprecher hinzu. Zugleich solle Nordrhein-Westfalen klarstellen, dass ein solcher Schienentransport "hingenommen würde". Offen gelassen worden sei der Ausgang des jetzigen Genehmigungsverfahren für den Fall, dass Sachsen als Antragsteller an einem Straßentransport festhalte.

Bei dem Atommüll handelt es sich um Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor. Nordrhein-Westfalen rechnete für die Transporte bisher mit Kosten von rund 50 Millionen Euro. Atomkraftgegner bereiten bereits seit längerem Proteste vor.

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