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Nachhaltigkeit: Definition, Produkte und Bedeutung | 20 Jahre Wordfindung

Nachhaltige Entwicklung | Bundesregierung beschließt Projekte

Das "Green Cabinet", der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung, hat am Mittwoch konkrete Projekte beschlossen. Sie sind Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die nächstes Jahr auf der Rio-Folgekonferenz in Johannesburg vorgelegt werden soll. Nachhaltigkeit sei mehr als die Fortsetzung der Umweltpolitik mit anderen Mitteln. Es gehe um die Verknüpfung wirtschafts-, sozial und umweltpolitischer Ziele. "Wir machen jetzt mit konkreten Projekten deutlich, welches Innovationspotenzial in der Idee der nachhaltigen Entwicklung steckt", so der Staatsminister beim Bundeskanzler Hans-Martin Bury. Diese Innovationen zu fördern, bedeute Wachstum und Arbeitsplätze der Zukunft zu erschließen, indem der scheinbare Widerspruch zwischen Wirtschaft und Umwelt überwunden werde. Drei Handlungsfelder stünden im Vordergrund: "Klimaschutz und Energiepolitik", "Umweltverträgliche Mobilität" sowie "Umwelt, Ernährung und Gesundheit".

So will die Bundesregierung den Weg für große Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee frei machen. Solche Windparks sollen nach Expertenschätzung bei einer Leistung von bis zu 25.000 Megawatt rund 85 Terrawattstunden Strom liefern. Das entspricht rein rechnerisch der Stromproduktion von acht Kernkraftwerken. Mit dem Projekt werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Anlagen zügig genehmigt werden können. Zu diesem Zweck sollen insbesondere unter Mitwirkung der Küstenländer in Nord- und Ostsee geeignete Gebiete ausgewiesen werden, wo unter Berücksichtigung der Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes, der Belange der Seeschifffahrt, der Fischerei sowie der sonstigen Nutzungen solche Anlagen errichtet werden können. Bisher hat vor allem die ungeklärte Standortfrage die Genehmigung der Windparks erschwert.

Auch im Verkehrsbereich wird ein Demonstrationsvorhaben den Einsatz von Brennstoffzelle und Wasserstoff voranbringen. "Wir wollen", so Bury, "dass das erste Zero Emission Car in Deutschland in Serie geht." Mit einem Demonstrationsvorhaben "Clean Energy Partnership Berlin" soll in rund 100 Fahrzeugen die Nutzung von Wasserstoff in der Brennstoffzelle und im Verbrennungsmotor unter Praxisbedingungen erprobt werden. Dabei sollen verschiedene Fahrzeugtypen - vom Pkw bis zum Nutzfahrzeug - zum Einsatz kommen.

Mit dem Pilotprojekt Multifunktionale Landwirtschaft gewinnt die Neuausrichtung der Agrarpolitik in Modellregionen Gestalt. Dazu gehört die Pflege der Kulturlandschaft, Angebote im Tourismus, die Energieerzeugung aus Biomasse und viele andere Maßnahmen,die wichtige Funktionen im ländlichen Raum erfüllen. Multifunktionale Landwirtschaft bietet den Betrieben vor Ort die Chance, neben der Nahrungs- und Futtermittelproduktion zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Nachhaltig wirtschaftende Betriebe können damit ganz wesentlich zur Vitalität der ländlichen Räume beitragen.

"Bahnverkehr in der Region" soll demonstrieren, wie durch Zusammenwirken der Akteure auch in der Fläche ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot dargestellt werden kann. Zu diesem Zweck sollen in zwei Regionen mit den Ländern, Kommunen sowie den anderen Beteiligten und potentiellen Betreibern die Schwachstellen analysiert und bewertet sowie konkrete Lösungsmöglichkeiten erprobt werden.

Am 27-06-2001

Nachhaltigkeit unerreicht

Unser Lebensstil überfordert die regenerativen Kräfte unserer Erde: Zwei Hektar Land und Wasser stehen zur nachhaltigen Nutzung pro Erdenbürger zur Verfügung. Tatsächlich verbrauchen die Industrieländer durchschnittlich aber acht Hektar pro Einwohner, die Entwicklungsländer dagegen nur zwei, berichtet die Aktuelle Ausgabe des Magazins "National Geographic Deutschland". Die Menschheit verbraucht damit ein Drittel mehr Ressourcen, als die Natur zu ihrer Erhaltung wieder regenerieren kann.

Um den Landverbrauch eines Erdenbürgers zu bestimmen, wurde in jüngster Zeit der Begriff "ökologischer Fußabdruck" geprägt. Zur Berechnung werden das für Landwirtschaft, Holz und Besiedelung genutzte Land und die nötige Waldfläche zur Kohlendioxidabsorption verwendet. Vergleicht man diesen Fußabdruck weltweit, ist die USA Spitzenreiter in Sachen Nutzung und Verschmutzung der Erde: 30,2 Hektar verbraucht ein US-Bürger, und damit fünfzehn Mal mehr, als ihm theoretisch zustünde. Zum Vergleich: Ein Deutscher verbraucht 6,3 Hektar zur Sicherung seiner Lebensweise, ein Inder dagegen nur 1,1 Hektar.

Eine Ursache für den hohen Bodenverbrauch der US-Bürger ist die extreme und ständig weiter fortschreitende Zersiedelung der Städte - motiviert durch den amerikanischen Traum von Freiheit und einem Eigenheim am grünen Stadtrand für wenig Geld. Der Zersiedelung in den USA fallen nach einem Bericht von National Geographic Deutschland pro Jahr 800.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, Wald und anderer unbebauter Areale zum Opfer. Die Tendenz ist steigend, denn im Jahr 2025 werden in den USA voraussichtlich fast 63 Millionen Menschen mehr leben als heute und weitere 30 Millionen neue Wohnungen und Häuser würden jenseits der bereits bestehenden Stadtrandsiedlungen benötigt.

Am 27-06-2001

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Vorsitzenden der großen Umweltverbände, Angelika Zahrnt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND, Jochen Flasbarth vom Naturschutzbund NABU und Hubert Weinzierl vom Deutscher Naturschutzring DNR haben die Verabschiedung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung begrüßt. Bei der Überarbeitung der ersten Fassung seien wichtige Anliegen der Verbände übernommen worden. Mit dieser Nachhaltigkeitsstrategie vom Mittwoch habe die Bundesregierung ein verbindliches und ressortabgestimmtes Programm erarbeitet, das als deutscher Beitrag zum Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im August 2002 in Johannesburg vorgelegt werden könne.

DNR-Vorsitzender Weinzierl: "Dass die erneuerbaren Energien bis 2050 die Hälfte des Energieverbrauches in Deutschland decken sollen, ist ein wichtiges Signal für eine nachhaltige Energiepolitik. Leider wird der insgesamt positive Gesamteindruck des Energiekapitels dadurch getrübt, dass sich das Bundeswirtschaftsministerium gegen den Abbau der Subventionen für die deutsche Steinkohle - wie es auch der Rat für nachhaltige Entwicklung gefordert hatte - stellt."

Die Umweltverbände kritisierten, dass konkrete Ziele für den Klimaschutz in Deutschland bis 2020 und 2050 in der Strategie fehlen. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller habe sich hier leider erneut als Bremser hervorgetan. "Die Bundesregierung lässt aber erkennen, dass sie ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz erhalten möchte und sich weiter für ambitionierte Klimaschutzziele einsetzen wird", erklärte Weinzierl.

NABU-Präsident Flasbarth bezeichnete die vorgesehene Erhöhung der Anteile umweltfreundlicher Verkehrsträger und insbesondere des nicht motorisierten Verkehrs als "ersten Schritt zur notwendigen Ökologisierung unseres Verkehrssystems". Auch die Absicht der Bundesregierung, dem Verursacher- und Vorsorgeprinzip durch die Anlastung externer Kosten (LKW-Maut) Rechnung zu tragen, sei im Grundsatz zu begrüßen. Allerdings sollte dieses Prinzip auch für andere Politikbereiche gelten, meinte Flasbarth. Positiv wertete der NABU-Präsident auch die Aussagen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland. "Damit bekennt sich die Bundesregierung erstmals zu ihrer nationalen Verantwortung und ihren strategischen Aufgaben beim Schutz der biologischen Vielfalt."

Die BUND-Vorsitzende Zahrnt betonte, dass die Umweltverbände die von der Bundesregierung eingeleitete Agrarwende und entsprechende Maßnahmen in der Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft sei jedoch unverantwortlich und stimme mit dem Leitbild der Nachhaltigkeit nicht überein. Es sei zudem bedauerlich, dass sich die Bundesregierung bis 2006 lediglich eine Erhöhung des Anteils der Entwicklungshilfe am Bruttosozialprodukt auf 0,33 Prozent zum Ziel setze und nicht die international geforderten 0,7 Prozent. "Ein verbindlicher Plan, wie das 0,7-Prozent-Ziel erreicht werden kann, wäre ein wichtiges Signal im Vorfeld des Johannesburger Weltumweltgipfels gewesen", sagte Zahrnt.

Enttäuscht sind die Verbände darüber, dass die Nachhaltigkeitsstrategie kein eindeutiges Bekenntnis zur langfristigen Fortführung der ökologischen Steuerreform enthält. Weitere entschlossene Schritte einer ökologischen Finanzreform wie der Abbau ökologisch kontraproduktiver Subventionen gehörten unabdingbar zu einer nachhaltigen Politik. Hier müsse die Strategie der Bundesregierung nachgebessert werden. Nach Auffassung der Verbände komme es jetzt neben den erforderlichen Nachbesserungen auf eine schnelle Umsetzung und ein gutes Monitoring der Nachhaltigkeitsstrategie an.

Am 17-04-2002

Bundestagsdebatte um Entwicklung und Umwelt

Zehn Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio gibt es nach den Worten von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) große Defizite beim Verständnis der Nachhaltigkeit. Dies sei keine andere Form der Entwicklungshilfe, sondern ein Ausdruck "globaler Gerechtigkeit". Daher müssten vor allem die Industrieländer, wo 20 Prozent der weltweiten Bevölkerung 80 Prozent der Ressourcen verbrauchten, ihr Knowhow einsetzen. Das werde beim Energieproblem deutlich, wo zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Elektrizität hätten.

"Wenn wir nicht die Energie zu den Menschen bringen, werden die Menschen zur Energie kommen", sagte Trittin. Daher werde bis 2010 eine Quote von 15 Prozent erneuerbarer Energien gebraucht.

Der CDU-Abgeordnete Paul Laufs hielt der Bundesregierung vor, unter dem Begriff "Nachhaltigkeit" einen falschen Weg einzuschlagen. Die Forderung der Bundesregierung sei falsch, konkrete Steigerungen für den Einsatz erneuerbarer Energien festschreiben zu wollen. Auch die grundsätzliche rot-grüne Ablehnung der Kernkraft sei unverständlich, da sie durchaus zu einer schonenden Ressourcennutzung beitragen könne. Schließlich müssten beim Knowhow-Transfer in Entwicklungsländer die wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen vor Ort besser berücksichtigt werden.

Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) kündigte an, Deutschland wolle Afrika auf dem Johannesburg-Gipfel eine "Partnerschaft" für einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser anbieten. SPD-Umweltexperte Ernst Ulrich von Weizsäcker mahnte, bei allem Streben nach wirtschaftlicher Entwicklung nicht die nachfolgenden Generationen zu vergessen. Märkte seien "blind und taub" gegenüber der Umwelt, sagte er. Daran müsse man denken, wenn heute bereits 51 der 100 größten internationalen Wirtschaftseinheiten nicht mehr Staaten, sondern Unternehmen seien.

Am 14-06-2002

10 Jahre nach Rio de Janeiro

Strategien einer umweltschonenderen und gerechteren Politik stehen ab Montag im Zentrum des Weltgipfels für Nachhaltigkeit im südafrikanischen Johannesburg. Zu dem Mammut-Kongress werden Staats- und Regierungschefs aus rund 100 Staaten und etwa 50.000 Teilnehmer erwartet. Ziel des Gipfels ist es, zehn Jahre nach der Weltumweltkonferenz von Rio de Janeiro einen international verbindlichen Fahrplan für mehr Umwelt- und Klimaschutz sowie die Bekämpfung von Armut und Hunger festzulegen.

Uneins sind sich die Länder unter anderem darin, in welchem Umfang alternative Energien eingesetzt und wie der Zugang von Entwicklungsländern zu den Märkten der Industrieländer geregelt wird. Die Europäische Union setzt auf erneuerbare Energie wie Wind- und Solarstrom. Ärmere Länder verlangen von den reichen Staaten einen Abbau von Subventionen etwa für Agrarprodukte, um ihre Waren gleichberechtigt vertreiben zu können.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird am 2. September nach Johannesburg reisen. Die deutsche Delegation steht ansonsten unter Leitung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD).

US-Präsident George W. Bush sagte seine Teilnahme an dem Gipfel ab. Sein Außenminister Collin Powell will jedoch Angebote zu Kooperation mit einzelnen Staaten und Gruppen vorlegen.

Vor dem Gipfel waren bereits Nicht-Regierungs-Organisationen aus aller Welt zu einem Treffen in Johannesburg zusammen gekommen, um ihre Positionen zu Themen wie Frauenpolitik, Globalisierung und Umwelt abzustecken. Der eigentliche Gipfel beginnt am Montag und dauert bis 4. September.

Am 23-08-2002

WTO-Agrarverhandlungen

Die Welthandelsordnung (WTO) müsse die Ziele der Neuorientierung der Landwirtschaft in Deutschland und Europa unterstützen, fordert das Umweltbundesamt (UBA). Der Verankerung des Umwelt- und Tierschutzes sowie des Verbraucherschutzes im WTO-Agrarabkommen käme daher eine zentrale Bedeutung zu. Der derzeit vom Vorsitzenden des WTO-Agrarausschusses vorgelegte Entwurf für ein reformiertes Agrarabkommen kommt diesen Erfordernissen nicht nach. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, sagt: "Wir müssen den Spagat schaffen: Den Handel mit Agrargütern liberalisieren und zugleich hohe Qualitätsstandards in den Bereichen Umwelt- und Tierschutz sowie Verbraucherschutz verankern. Die Reform des Agrarabkommens muss außerdem den Entwicklungsländern helfen, ihre Bevölkerungen zu ernähren und an den globalen Agrarmärkten wesentlich stärker teilzunehmen. Nur so lassen sich die auf allen politischen Ebenen formulierten ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen."

Das Agrarabkommen fordert von allen Mitgliedstaaten der WTO, ihre Märkte für Agrarprodukte zu öffnen, also Subventionen, Schutzzölle und andere Stützungsmaßnahmen für die nationalen Landwirtschaften sukzessive abzubauen, soweit sie den weltweiten Handel behindern. Insbesondere fordert es den Abbau direkter, an die Produktionsmenge gekoppelter, interner Preisstützungen. Dies ist aus Umweltschutzsicht grundsätzlich positiv. Denn die an die Produktionsmenge gekoppelte Subventionen haben in der Vergangenheit zur Intensivierung der Landwirtschaft und zu erheblichen Umweltbelastungen geführt.

Zugleich müssten jedoch Standards im Bereich des Umwelt- und Tierschutzes sowie des Verbraucherschutzes - stärker in das WTO-Agrarabkommen verankert werden. Subventionen sollten künftig an die Erfüllung dieser Standards gekoppelt werden. Vor allem sind Agrarumweltmaßnahmen und Programme zur Förderung des ländlichen Raums zu sichern und zu erweitern; hier darf die minimale Handelsverzerrung nicht das einzige Kriterium für die Zulässigkeit der Maßnahme sein.

Trotz des vorgesehenen Abbaus direkt handelsverzerrender Subventionen sind weiterhin massive Subventionen durch "entkoppelte" Einkommensübertragungen möglich. Die Wettbewerbsverzerrungen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werden insofern bei weitem nicht behoben. Die Entwicklungsländer sollten deshalb zum Beispiel erweiterte Rechte erhalten, Zölle für bestimmte, für die Ernährungssicherheit wichtige "strategische" Produkte zu erheben sowie Kleinbauern mit befristeten Subventionen zu fördern. Auch ist der Zugang für Agrarprodukte aus Entwicklungsländern - insbesondere der am wenigsten entwickelten - zu den Märkten der Industrieländer deutlich zu verbessern.

Der vorliegende Entwurf für ein reformiertes WTO-Agrarabkommen wird diesen Erfordernissen nicht gerecht. Nicht-handelsbezogene Anliegen werden nur unzureichend berücksichtigt; insbesondere ist nicht vorgesehen, den Anwendungsbereich für umweltschutzbezogene Förderprogramme in der Landwirtschaft zu erweitern. Die vorgesehenen erweiterten Rechte für Entwicklungsländer - vor allem bei der internen Stützung und Subventionen - ließen nur eine begrenzte Wirksamkeit erwarten. Sie könnten häufig von Entwicklungsländern ohnehin nicht in Anspruch genommen werden, da ihnen die Gelder hierfür fehlen. Vorzugsbehandlungen beim Marktzugang - zum Beispiel in Form verringerter Einfuhrzölle - seien dagegen sehr beschränkt.

Am 20-06-2003

Mehr Nachhaltigkeit gefordert

Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald stellt heute in Bonn eine Umwelt- und Sozialbilanz des kommerziellen Auslandsgeschäfts der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vor. Die urgewald-Studie "Kein gutes Geschäft - Die Schattenseiten der KfW-Export- und Projektfinanzierungen" will die Schwachstellen des Umweltmanagements der Bank aufzeigen und die negativen Auswirkungen anhand zahlreicher Beispiele aus aller Welt illustrieren. Als Ausweg aus dem Dilemma schlägt urgewald der KfW einen 6-Punkte-Reformplan für mehr Nachhaltigkeit vor. Dazu sollen gehören die Umsetzung der freiwilligen Verpflichtungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, die Einführung verbindlicher Umweltstandards inklusive Ausschlusskriterien, die Entwicklung einer Menschenrechtspolicy, die Sicherstellung von Kohärenz in der eigenen Bankengruppe, verbesserte Transparenz und das Setzen von positiven Signalen für eine nachhaltige Wirtschaft.

Solche Forderungen unterstützt Sergio Dialetachi von Greenpeace Brasilien, der zur Präsentation der Studie angereist ist, und in seinem Land gegen den Ausbau der Atomkraft streitet: ?Es kann schließlich nicht angehen, dass Deutschland wegen der großen Gefahren im eigenen Land aus der Atomenergie aussteigt, die KfW aber noch in 2002 dem brasilianischen Atomkraftwerksbetreiber Electronuclear eine Finanzierung für ein weiteres Atomkraftwerk in Brasilien in Aussicht stellt!?

Bei der Umsetzung des 6-Punkte-Plans sieht urgewald nun die Bundesregierung und die öffentlichen Anteilseigner der KfW in der Pflicht. ?Grundlegende Reformen im KfW-Risikomanagement sind mehr als überfällig", sagt Barbara Happe von urgewald, ?um die KfW aus ihrer Position als ein Schlußlicht unter den deutschen Banken in Sachen Nachhaltigkeit herauszuholen."

Laut urgewald sei es bedenklich, wenn eine Bank, die gleichzeitig im Bereich der Finanziellen Entwicklungszusammenarbeit den Auftrag hat, nachhaltige Entwicklung zu fördern, Projekte in den SektorenBergbau, Energie, Rüstung und Zellstoffproduktion finanziert, die mit Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen einhergehen würden.

Die Autorinnen der Studie sehen die Fehler in den strukturellen Mängeln bei den Kreditprüfungen und einer konstanten Vernachlässigung grundlegender sozialer und ökologischer Aspekte. Fatal sei außerdem, dass die Aktivitäten der Export- und Projektfinanzierung direkt die Bemühungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit konterkarieren. Urgewald führt hier das Beispiel eines Zellstoffwerkbaus in Indonesien in einer Region an, in der vorher mit Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit Flussreinigung betrieben worden sei.

Am 17-05-2004

Kritik von Umweltorganisationen

Die Bundesregierung hat am heutigen Freitag den Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. In einer ersten Reaktion haben Umweltschutzorganisationen angemahnt, die Umsetzung nationaler Ziele zur Nachhaltigkeit zu stärken. Der Bericht enthalte zwar einige richtige Vorgaben für mehr Umweltschutz und Zukunftsfähigkeit, an entscheidenden Punkten fehlten jedoch stärkere Impulse. Hier müsse der Entwurf nachgebessert werden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Naturschutzbund NABU bewerteten es positiv, dass die Bundesregierung das Ziel zur Verringerung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020 in den Fortschrittsbericht aufgenommen habe. Die Erfüllung dieses Ziels dürfe Deutschland jedoch nicht von Klimaschutzanstrengungen der Europäischen Union abhängig machen. Schließlich verursache jeder Bundesbürger pro Kopf mehr Klimagase als ein Italiener, Spanier, Brite oder Franzose.

"Die Klimapolitik ist zentraler Baustein einer Nachhaltigkeitsstrategie. Alle Industrieländer müssen bis zur Mitte dieses Jahrhunderts ihre Kohlendioxid-Emissionen um achtzig Prozent reduzieren, damit das globale Klima im Gleichgewicht bleibt.", so Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND. Anspruchsvolle Klimaschutzziele könnten Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Haushalten dabei eine klare Orientierung geben und so neue technologische Innovationen auslösen. Das sei gerade nach dem verpatzten Einstieg in den Emissionshandel nötiger denn je.

Positive Entwicklungen zu mehr Nachhaltigkeit gebe es vor allem bei den Plänen zur Senkung des Flächenverbrauchs und bei der Förderung erneuerbarer Energien. Nachhaltigkeitszielen deutlich zuwider laufe die Verkehrspolitik. So sehe der Bundesverkehrswegeplan neue Rekordsummen für den Straßenbau vor.

"Die Nachhaltigkeitsstrategie richtet sich nicht entschieden genug gegen die Milliarden teuren ökologisch kontraproduktiven Förderungen, die einer nachhaltigen Entwicklung im Wege stehen.", kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Bundesregierung solle bei der Kürzung umweltschädlicher Subventionen mehr Mut beweisen. "Je konkreter die Vorschläge ausfallen, um so geringer wird auch die Chance für die Opposition und Vertreter aus den eigenen Reihen, ihre fadenscheinige Sparrhetorik in Sachen Subventionen ungescholten fortzusetzen.", so Tschimpke.

Hubert Weinzierl, Präsident des DNR fordert zudem eine stärkere Verknüpfung von Artenschutzzielen mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Naturschutz dürfe nicht verschoben werden. "Eine intakte Natur und die Schonung der Ressourcen sind auch Teil der künftigen Rente." ,so Weinzierl. Zudem müssten die Nachhaltigkeitsziele popularisiert und ihre Bekanntheit bei gesellschaftlichen Gruppen und politischen Akteuren erhöht werden.

Am 28-05-2004

Geschlechtergerechtigkeit

Die Bundesregierung komme in der Nachhaltigkeitsstrategie nach wie vor dem eigenen Anspruch, die Gleichstellung von Frauen und Männern bei allen politischen Maßnahmen zu fördern, nicht nach. Diese Kritik übt genanet - Leitstelle Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit in einer Stellungnahme zum jetzt vorliegenden Entwurf des ersten Regierungsberichts zur nationalen Nachhaltigkeitspolitik. Die Autorinnen fordern, viel konsequenter für alle Kapitel des Berichts zu prüfen, ob und in wie weit Frauen und Männer aufgrund ihrer sozialen Rollen unterschiedlich von politischen Planungen betroffen sind bzw. welche Auswirkungen die entsprechenden Entscheidungen auf die Geschlechterverhältnisse haben.

Dass diese Sichtweise selten existiere, sei beim Thema Demographischer Wandel besonders auffällig. "Das entsprechende Kapitel im Fortschrittsbericht könnte auch "Potenziale älterer Männer" heißen. Denn Frauen mit ihren kürzeren und oft unterbrochenen Erwerbsbiographien sind dort gar nicht einbezogen. Dass diese Realität sich schon jetzt in geringeren Renten niederschlägt und somit für viele Frauen ein Problem darstellt, wird nirgendwo erwähnt. Aber auch die unterschiedliche Situation von Frauen und Männern im ländlichen Raum oder Überlegungen, was beim Ausbau Erneuerbarer Energien zu beachten wäre, um diesen sozial und geschlechtergerecht zu gestalten, werden im Bericht nicht berücksichtigt", so Anja Becker von genanet.

Es sei zu begrüßen, dass die Bundesregierung ihre Politik unter Nachhaltigkeitsaspekten bilanziere, aus der Genderperspektive bestehe jedoch erheblicher Verbesserungsbedarf. Für die kommende Berichtsperiode müssten daher Genderexpertinnen und -experten explizit in die Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden. "Um Nachhaltigkeit zu gestalten, geht es (...) um einen grundlegenden Perspektivenwechsel und einen erweiterten Blick. Eine Gesellschaft, in der Versorgungs- und Erwerbsarbeit und folglich Einkommen, Zeitbudgets, Entscheidungsbefugnisse und Machtverhältnisse, Verantwortlichkeiten und Lebenschancen geschlechtsspezifisch ungleich verteilt sind, kann keine nachhaltige Gesellschaft sein."

genanet ist eine bundesweite Koordinations- und Servicestelle mit Sitz in Frankfurt/Main. Ziel ist es, Gender Mainstreaming in der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik zu verankern. Finanziell gefördert wird die Leitstelle vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

Am 19-08-2004

Nachhaltigkeit als Herausforderung

Die GRÜNE LIGA lädt im Rahmen der von ihr initiierten "WOCHE der Zukunftsfähigkeit" zum Blick in die nachhaltige Zukunft Berlins. Über Bürgersolaranlagen, nachhaltige Wohnprojekte, Solarboote bis hin zu Lösungsansätzen für einen umweltfreundlichen Berufsverkehr reicht die breite Spanne der Angebote. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die GRÜNE LIGA Berlin gemeinsam mit der UfA-Fabrik/id22 die WOCHE der Zukunftsfähigkeit, in der sich nachhaltige Projekte aus Berlin und Brandenburg der Öffentlichkeit präsentieren. An 8 Tagen zeigen über 150 Projekte ihre Lösungsansätze für eine ökologische und soziale Zukunft.

Im Folgenden sei besonders auf drei Veranstaltungen hingewiesen: Herausforderungen der Nachhaltigkeit "Erfordernisse der Energiewende mit der besonderen Relevanz erneuerbarer Energien" mit Dr. G. Bachmann: Empfehlungen des Rates für Nachhaltigkeit zur Energiepolitik; und die Kurzvorträge: "Umsatz- und Beschäftigungswirkungen im Bereich erneuerbarer Energien und ihr Einfluss auf die neu entstandene Industriestruktur in den Neuen Bundesländern".

Die Projektagentur Zukunftsfähiges Berlin - izt bietet ein Gespräch über die Erfahrungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Umsteuerung an. Eine Podiumsdiskussion mit Michael Jäger (Wochenzeitung Freitag), Stefan Richter (GRÜNE LIGA Berlin), Dr. Klaus Müschen (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung), Edgar Göll (izt) und Projektpartnern des izt. Die Veranstaltung beinhaltet die Kurzpräsentation von Projekten des izt, einen Überblick über den LA21 Prozess in Berlin und einen kritischen Blick "von außen".

Am 22-09-2004

Zukunftssicherung

Die Umweltverbände Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund (NABU) haben den am Mittwoch vorgestellten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie kritisiert. Der Bericht versäume es, auf den zunehmenden Widerspruch zwischen einer wirtschaftsorientierten Wachstumspolitik und den Ansprüchen einer ökologisch und sozial ausgewogenen Entwicklung einzugehen. Defizite in der Verkehrs-, Agrar- und Energiepolitik würden nicht angemessen bilanziert. Und es sei keine klare Strategie zu erkennen, wie die Bundesregierung in den kommenden Jahren ihren langfristigen Nachhaltigkeitszielen näher kommen will.

Als großen Rückschritt bezeichneten die Verbände den Entschluss der Bundesregierung, sich nicht auf konkrete Themen zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie festzulegen. Hubert Weinzierl, DNR-Präsident: "Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten mehrfach zugesichert, die Themen Bildung, biologische Vielfalt und Finanzpolitik in den kommenden zwei Jahren als Schwerpunkte zu behandeln. Die entsprechenden Passagen wurden jedoch kurzerhand aus dem Fortschrittsbericht gestrichen. So macht sich Rot-Grün unglaubwürdig und erschwert den gesellschaftlichen Dialog über diese wichtigen Themen."

Mit einem Bekenntnis zur Weiterentwicklung der ökologischen Finanzreform hätte die Bun-desregierung ein wichtiges Signal für die kommenden politischen Debatten geben können. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Rot-Grün fehlt offensichtlich der Mut, sich für eines ihrer wichtigsten Erfolgsprojekte stark zu machen. Wir können es uns nicht leisten, Umweltzerstörung weiterhin mit Milliarden zu subventionieren."

Nach Ansicht von NABU-Präsident Olaf Tschimpke ist eine Strategie zum Erhalt der Artenvielfalt dringend nötig und muss Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie sein. "Deutschland hat sich in internationalen Abkommen verpflichtet, den Verlust an seltenen Arten und Lebensräumen bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Dieses Ziel ist nur durch eine klare Strategie mit verbindlichen Maßnahmen und Zeitplänen zu erreichen. Dass die Bundesregierung sich jetzt aus der Verantwortung stehlen will, lässt nichts Gutes ahnen."

Am 27-10-2004

Umweltschutz stagniert

Vor einem Stillstand in der Umweltpolitik bis zur nächsten Bundestagswahl warnen der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU). Es sei ein Armutszeugnis, dass sich die Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Umweltsektor lediglich auf eine bessere Wärmedämmung von Gebäuden verständigen könnten. Für den Klimaschutz sei das nicht ausreichend. Auch der Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie enthalte kaum noch konkrete Aussagen für mehr Umwelt- und Naturschutz. Er thematisiere nicht den offensichtlichen Widerspruch zwischen einer allein auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftspolitik und dem Schutz der Umwelt.

Hubert Weinzierl, Präsident des DNR: "Die Regierungsparteien, vor allem die SPD, verlieren in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit ihre Glaubwürdigkeit. Mehrfach hatten sie zugesichert, eine ökologische Finanzpolitik, Bildung und den Erhalt der biologischen Vielfalt zu Schwerpunkten ihrer Politik zu machen. Der Regierung fehlt jedoch der Mut nachhaltig zu wirtschaften. Sie lässt die Bedürfnisse künftiger Generationen unter den Tisch fallen."

Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Vorhaben aus ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wie die Einführung einer Kerosinsteuer und die Halbierung der Mehrwertsteuer für Bahntickets hat die Bundesregierung anscheinend aufgegeben. Auch die Fortführung der ökologischen Finanzreform liegt auf Eis. Die Bundesregierung will offensichtlich die Umweltzerstörung weiter mit Milliardenbeträgen subventionieren. Nachhaltig ist das jedenfalls nicht."

NABU-Präsident Olaf Tschimpke fordert, der Erarbeitung einer Biodiversitätsstrategie höchste Priorität einzuräumen. Diese müsse "wie ursprünglich vorgesehen Bestandteil des Fortschrittsberichtes 2006 werden und in den verschiedenen Politikbereichen als Querschnittsthema integriert sein". Er begrüßt, dass das Thema Flächenverbrauch mit seinem ehrgeizigen Ziel, bis 2020 die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr auf maximal 30 Hektar pro Tag zu senken, dank der Empfehlungen des Nachhaltigkeitsrates nun in seinen Maßnahmen klarer und konsequenter weiterentwickelt werden konnte. Dagegen sei die Kraftstoffstrategie zwar insgesamt zukunftsweisend, jedoch bleibe die Umsetzung in vielen Zielsetzungspunkten noch offen. "Hier wäre eine Baustelle der Zukunft, auf der noch viel Arbeit zu leisten ist."

Am 20-01-2005

"McPlanet.com" 3.-5. Juni 2005

Wie hängen mein Sushi, meine Gartenmöbel und mein Flugticket mit Umweltzerstörung und Globalisierung zusammen? Zwanzig Prozent der Konsumenten weltweit sind verantwortlich für achtzig Prozent des Konsums. Lässt sich diese globale Konsumentenklasse durch Nachhaltigkeits-Leitbilder beeindrucken? Was lässt sich wie verändern, wenn internationale Konzerne "out of control" geraten? Wie lassen sich politische Blockaden überwinden? Große Fragen für einen großen Kongress, den Attac, BUND und Greenpeace in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie vom 3.-5. Juni 2005 an der Universität in Hamburg veranstalten.

Auf sieben Panels diskutieren Vertreter der Umwelt- und globalisierungskritischen Bewegung zusammen mit internationalen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Mehr als achtzig Foren, Workshops und Philosophische Salons bieten die Möglichkeit, Fragen zu Lebensstilen, Welthandel, zum Kampf um Ressourcen wie Öl und Süßwasser oder zu globalen Steuern für Umwelt und Entwicklung zu vertiefen. Unser Kulturprogramm regt Widerspruch zum Mainstream und ermuntert zu nachhaltigem Konsum.

Bereits im Sommer 2003 verwickelte McPlanet.com unter dem Motto "Die Umwelt in der Globalisierungsfalle" in Berlin mehr als 1.500 Teilnehmer in Debatten um Globalisierungskritik und Ökologie. McPlanet.com will provozieren und engagieren - zum Beispiel im Hinblick auf das G8-Treffen im Juli in Schottland, die UN-Generalversammlung im September und die laufenden Verhandlungen zu Klimaschutz, zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Welthandel.

An internationalen Referenten und Referentinnen sind dabei: Sunita Narain (Centre for Science and Environment, Indien), Cláudia Maciel (Kids for Forests, Brasilien), Manfred Max Neef (Center for Development Alternatives, Chile), Karin Nansen (Friends of the Earth Uruguay), Martin Khor (Third World Network, Malaysia), Ailun Yang (Greenpeace China), Sara Larrain (International Forum on Globalisation, Chilé), Meena Raman (Friends of the Earth International), Andy Bichlbaum (Yes Men), Gerd Leipold (Greenpeace International), Lori Wallach (Public Citizen's Global Watch, USA), Michael Renner (Worldwatch Institute, USA), Badrul Alam (Via Campesina, Bangladesh), Shailendra Yashwant (Greenpeace, Indien), Meena Raman (Friends of the Earth International), David Eli (Technical Services for Community Development, Ghana), Brian O'Riordan (International Collective in Support of Fish Workers Reserve).

Die Kongresssprachen sind Deutsch und Englisch, zum Teil in Simultanübersetzung. Tagungsbeitrag für Teilnehmer: Mindestbeitrag: 35 €, Ermäßigt: 25 €.

Am 12-05-2005