Tierschützer fordern Klagerecht gegen Misshandlung von Tieren

Tierrecht

Seit 2002 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert. In der Praxis hat sich für die Tiere aber wenig verbessert, so der Deutsche Tierschutzbund. Er sieht die Ursache darin, dass Tierschutzorganisationen selbst in Fällen schlimmster Tierquälerei keine Möglichkeit haben mit Klagen einzuschreiten. Das "Bündnis Tierschutz", bestehend aus dem Deutschen Tierschutzbund, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere und dem Bundesverband Tierschutz, fordert deshalb ein Tierschutz-Klagerecht.

Schleswig-Holstein hatte am 8. März einen Gesetzentwurf für ein bundesweites Verbandsklagerecht im Tierschutz in den Bundesrat eingebracht. Er wird zunächst in den Ausschüssen beraten. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Initiative und fordert den Bundesrat auf, das Tierschutz-Klagerecht zu unterstützen. Mit diesem Recht wäre es laut Deutschem Tierschutzbund möglich, Rechtslücken zu schließen und eine "Waffengleichheit" im Verhältnis zwischen Tiernutzern, Behörden und zu schützenden Tieren herzustellen.

Der Deutsche Tierschutzbund wirbt mit einem Plakat, auch im Namen des Bündnisses Tierschutz, vor der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin gegen den Missbrauch der Tiere und um Unterstützung für das Tierschutz-Klagerecht.