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Ethikkommission: Noch zehn Jahre Gefahrzeit.

Montags-Atom-Protest für einen sofortigen Ausstieg

Die von der Bundesregierung berufene Ethikkommission hat ihr Urteil offenbar schon gefällt, wie aus dem nun an die Öffentlichkeit gelangten Entwurf für den Abschlussbericht zu entnehmen ist. Obwohl das Ergebnis der technischen Überprüfung der deutschen AKW durch die Reaktorsicherheitskommission noch nicht vorliegt und auch der Abschlussbericht erst Ende Mai an die Bundesregierung übergeben werden soll, spricht die Vorfestlegung auf einen Ausstiegszeitpunkt eine klare Sprache: Bis zu zehn weitere Jahre soll die Hochrisikotechnologie Atomkraft betrieben werden.

Montags-Atom-Protest für einen sofortigen Ausstieg

Zwar wird der vollständige Ausstieg mit Blick auf die nicht eingrenzbaren Folgen eines Atomunfalls ausdrücklich empfohlen. Dass ein derart langer "Ausstiegs-Korridor", wie ihn die Kommission nennt, sogar von den Oppositionsparteien SPD und Grüne Beifall erhält, verwundert jedoch Elke Brandes, Sprecherin der Anti-Atom-Gruppe Freiburg nicht: „Schließlich kommt er dem Szenario des Rot-Grünen Atomkonsenses aus dem Jahr 2000 sehr nahe. Damals wie heute wurden Konzerninteressen über die der Menschen gestellt. Noch zehn Jahre Gefahrzeit dürfen die Menschen in unserem Land aber keinesfalls hinnehmen.“

Für die sogenannten "Konsens"-Gespräche im Jahre 2000 erarbeitete das Bundesumweltministerium seinerzeit ein rechtliches Gutachten aus dem hervor ging, dass sämtliche deutsche AKW nicht mehr den vom Atomgesetz geforderten Sicherheitsstandards entsprechen. Diese handfeste Argumentationshilfe für einen sofortigen Atomausstieg verschwand jedoch schnell wieder vom Tisch. "Es gab noch nie einen politischen Willen zum endgültigen und schnellen Ausstieg aus der Atomenergie,", so Elke Brandes weiter, "und der zeichnet sich auch jetzt nicht ab".

Überzeugt, dass die Stilllegung aller Atomanlagen nur aus der Zivilgesellschaft heraus erkämpft werden kann, zeigt sich die AntiAtomGruppe Freiburg deshalb entschlossen, weiterhin an ihrem regelmäßigen Montags-Atom-Protest für einen sofortigen Ausstieg fest zu halten. Als Special wird am kommenden Montag Bodhi Amish (Daniel Leßmann), der ebenfalls Gruppen-Mitglied ist, Geschichten über die Tschernobyl-Katastrophe vorlesen:

Montags-Atom-Protest

16. Mai 2011 18:00 Uhr Bertoldsbrunnen Special - Bodhi Amish liest aus: Swetlana Alexijewitsch, „Monolog darüber, was wir nicht wussten. Der Tod kann so schön sein."

Weitere wichtige Termine in den kommenden Wochen:

  • Samstag, 21. Mai Besuch bei den Teilnehmer_innen des Fastenstreiks in Colmar.

    Gemeinsame Zugfahrt ab Freiburg HBF um 11:01 Uhr. Kontakt: www.antiatomfreiburg.de aktionen@antiatomfreiburg.de

  • Sonntag, 22. Mai „Menschenstrom gegen Atom“ in der Schweiz.

    Wanderung mit sportlicher (10 km) und Familien-Strecke (3 km) durch das „Atomic Valley“ beim AKW Beznau. Informationen zum Ablauf: www.menschenstrom.ch; Anreise: Bus ab Freiburg Konzerthaus um 9:30 Uhr, Anmeldung über info@greenpeace-freiburg.de, Fahrpreis hin und zurück 11 Euro (Kinder 7 Euro).

  • Samstag, 28. Mai 13 Uhr Stühlinger Kirchplatz:

    Großdemonstration gegen Atomkraft. Kundgebung, Kultur, Infostände, Essen & Getränke. Helfer_innen erbeten! Informationen: www.bund-freiburg.de

  • Donnerstag, 2. Juni bis Montag, 6. Juni Parc Expo Colmar (Messegelände Colmar / Elsass):

    Foire Eco Bio - Große Bio-Messe. Gemeinschaftsstand von Stop Fessenheim (www.stop-fessenheim.org) und der AntiAtomGruppe Freiburg in Halle „Terre“, Reihe „Acacia“, Stand 52. Messe-Gastland 2011: Deutschland - u.a. Messeeröffnung gemeinsam mit Gerda Stuchlik, Umweltbürgermeisterin Freiburg. Informationen: www.foireecobioalsace.fr

Für die AntiAtomGruppe Freiburg

Ingo FALK