alpen

"Politische Ideologien"

Alpenverein erforscht eigene Geschichte im Nationalsozialismus

Der Deutsche Alpenverein (DAV) will seine Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus erforschen. Es gehe darum, den frühen Antisemitismus im Alpenverein, die tragenden politischen Ideologien sowie die besondere Stellung des Alpenvereins als staatsübergreifender, deutsch-österreichischer Verband zu beleuchten, teilte der DAV am Dienstag (24. März) in München mit.

Unfallhergang unbekannt

Bundeswehrfahrzeug in den Alpen abgestürzt

Beim Unfall eines Bundeswehrfahrzeugs in den bayerischen Alpen sind am Dienstagnachmittag (3. März) offenbar mehrere Insassen verletzt worden. Wie Polizei und Rotes Kreuz mitteilten, verunglückte das Kettenfahrzeug in einem Bergwald bei Schneizelreuth im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land.

Artenvielfalt

GEO-Bildband "Natur in Deutschland" zwischen Nordsee und Alpen

Es müssen nicht immer Regenwälder sein, es müssen nicht immer Elefanten, Wale und Tiger sein: Ein neuer Bildband von GEO zeigt, was Natur auch in gemäßigten Breiten an Schönheit, an Vielfalt und an Überraschungen zu bieten hat - nämlich in Deutschland. Über viele Jahre hinweg hat der GEO-Fotograf Thomas Stephan, mal im Nahbereich, mal aus dem Flugzeug, Wälder und Mittelgebirge, Heidelandschaften und Gebirge, Felder und Hochmoore, das Wattenmeer, Flüsse und Bäche geduldig und kenntnisreich mit der Kamera abgesucht, um die Wunder im Kleinen einzufangen. Ergebnis sind außergewöhnliche Bilder aus dem filigranen Netzwerk der Natur, ergänzt um informative und unterhaltsame Texte von fachkundigen GEO-Reportern.

Studie

Bund Naturschutz: Alpenpolitik unterliegt einem "ökonomischen Diktat"

"Durch das ökonomische Diktat und das Credo der Wettbewerbsfähigkeit tritt der Alpenschutz immer weiter zurück". So lautete eine zentrale Kritik des "Bund Naturschutz in Bayern" am Donnerstag anlässlich der Vorstellung der Studie "Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität". Die Beteiligungsmöglichkeiten von Verbänden und Bürgern würden zunehmend ausgehebelt. "Beispiele wie die vor kurzem von der Staatsregierung beschlossene radikale Vereinfachung der Genehmigungspraxis von Schneekanonen, der Autobahnneubau bei Füssen, Planungen für zahlreiche neue Alm- und Forststraßen, weitere Golfplatzplanungen belegen, wie gering der Stellenwert einer naturverträglichen Entwicklung der Alpen in der realen Politik ist." Weiterhin fordert der Verband die Einführung einer Prämie für Flächen in NATURA 2000-Gebieten, die strikte Einhaltung des Grundsatzes "Wald vor Wild" in allen Wäldern und die Verabschiedung eines Protokolls "Wasser" in der Alpenkonvention.

Bund Naturschutz in Bayern

"Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität"

Der "Bund Naturschutz in Bayern" hat am 9. Dezember 2004 die Studie "Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität" der Öffentlichkeit vorgestellt. ngo-online dokumentiert die Zusammenfassung der Arbeit im Wortlaut:

Milka wirbt mit Naturschutz

Alpenverein will kein lila Licht auf der Zugspitze

Der Deutsche Alpenverein (DAV) lehnt die geplante Werbeaktion der Firma Milka auf der Zugspitze wegen möglicher "Lichtverschmutzung" ab. Der Schokoladenhersteller will den Gipfel am 23. Juli 40 Minuten lang bei einer Werbeaktion in lila Licht tauchen. Durch die geplante künstliche Beleuchtung würden nachtaktive Insekten angezogen, bis sie an Erschöpfung verenden oder an den heißen Scheinwerfern verbrennen, kritisierte der DAV am Donnerstag in München. Die Initiatoren sollten von der Aktion Abstand nehmen. In Österreich sei die Aktion bereits abgelehnt worden.

Artenschutz

Mehr Aufmerksamkeit für die Biologische Vielfalt im Alpenraum gefordert

Wie das aktuelle Wissen zur biologischen Vielfalt im Alpenraum zusammengefasst, die existierenden Schutzabkommen stärker verknüpft und eine zielgerichtete Umsetzung der Konventionen gefördert werden können, ließ das UBA in einem Forschungsprojekt untersuchen. Anfang Oktober 2003 diskutierten an der Europäischen Akademie in Bozen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen von sechs Alpenstaaten die ersten Ergebnisse.

Nachhaltige Entwicklung

Alpenkonvention tritt in Kraft

Nach mehr als zehnjährigen Verhandlungen tritt am heutigen Donnerstag die Alpenkonvention in Kraft. Zunächst gilt das Übereinkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes allerdings nur in Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Die großen Alpenanrainer Frankreich und Italien sowie die Schweiz haben die acht Durchführungsprotokolle noch nicht ratifiziert. Sie befürchten zum Teil zu große Einschränkungen der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Alpenregionen.

Gegen Verkehrsbelastung

Umweltschützer und Anwohner blockieren Alpentransit

Mit Protesten und Blockaden auf den fünf wichtigsten österreichischen Alpentransitstrecken haben Umweltschützer und Anwohnerinitiativen am Freitag auf die hohen Verkehrsbelastungen aufmerksam gemacht. Die Demonstrationen sollten zum Teil bis Mitternacht andauern.

Klimawandel

Greenpeace-Studie: Dramatischer Schwund der Alpengletscher im Bild nachgewiesen

Der Klimawandel hat die Alpengletscher innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre dramatisch verändert. Das belegt eine in ihrer Detailgenauigkeit einzigartige Fotostudie von Greenpeace und der Gesellschaft für Ökologische Forschung (GÖF) aus München. Der Vergleich von hunderten alter Darstellungen mit Fotos der aktuellen Situation dokumentiert eindrucksvoll den Rückgang der Alpengletscher. Anhand hunderter Bildvergleiche von damals und heute ist zu sehen, wie aus den mächtigen Gletschern dünne Rinnsale wurden. Bei der Studie wurden aktuelle Bilder und die historischen Vorlagen jeweils im Spätsommer fotografiert, wenn der Schnee des vergangenen Winters abgetaut ist und die tatsächliche Ausbreitung der Gletscher sichtbar wird.

Bayerische Landesbank

Freistaat baut Hotel in Hitlers Alpenfestung

Im Juli ist bei Berchtesgaden Spatenstich für ein umstrittenes Bauprojekt: Am Obersalzberg, den Adolf Hitler während der NS-Zeit zu einer zweiten Kommandozentrale neben Berlin ausbauen ließ, entsteht unter der Regie einer Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank ein 140-Betten-Hotel der Luxusklasse. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, soll das 70 Millionen Mark teure Projekt 2004 fertig gestellt sein. Das Hotel mit Golfplatz wird an der Stelle stehen, an der sich das Ferienhaus von Reichsmarschall Hermann Göring befand.