obdachlose Nachrichten & Informationen

Hartz 4 - Nachrichten News und Rückschau

Wohnraum für Obdachlose - Bundesarbeitsgemeinschaft fordert mehr Unterstützung für Obdachlose

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe verlangt eine stärkere Unterstützung für Menschen, die auf der Straße leben. Gerade im Winter seien mehr individuelle Beratung und Hilfe notwendig, sagte der Geschäftsführer des Verbands, Heinrich Holtmannspötter. Neben einer umfassenden Beratung über ärztliche Behandlungen, Rechte und Ansprüche benötigten Obdachlose vor allem individuellen Wohnraum, sagte Holtmannspötter weiter. Sammelunterkünfte und Heime würden meist schlecht angenommen, weil viele dort bereits negative Erfahrungen etwa mit Schlägereien oder Diebstählen gemacht hätten. Holtmannspötter appellierte daher an Immobilieneigentümer, Wohnraum auch an Obdachlose zu vermieten. Städte und Gemeinden seien gefordert, eine "Ghettoisierung" und die Entstehung sozialer Brennpunkte zu vermeiden.

Frankfurts Sozialdezernentin verteidigt Obdachlosenhilfe gegen Wallraff-Kritik

"Die drittschlimmste Unterkunft"

Die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) hat die Hilfsangebote für Obdachlose in der Stadt Frankfurt gegen die Kritik des Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff verteidigt. Birkenfeld sagte am Donnerstag (5. März) in Frankfurt, nach ihrem Eindruck habe sich Wallraff nur einen sehr begrenzten Ausschnitt der angebotenen Hilfsleistungen angeschaut.

Weinachten in der Suppenküche der Berliner Marienkirche

Kein Braten zum Fest

Mitten in der evangelischen Marienkirche in Berlin sitzt Peter an einem gedeckten Tisch und wartet geduldig. Vor ihm häufen sich belegte Brote auf einem Teller, daneben brennt eine Kerze, sparsam dekoriert mit Tannengrün. Mit ihm zusammen sitzen rund 100 Gäste an den Biertischgarnituren in der Kirche. Peter ist erst zum zweiten Mal hier. Konzentriert schaut der 58-Jährige auf seinen Plastikteller und löffelt die warme Suppe. Anfang des Jahres wurde der Taxifahrer erwerbsunfähig, seitdem bezieht er eine kleine Rente und "Hartz-IV". Beides reicht ihm kaum zum Leben.

Tausende von Menschen stehen nach schweren Wirbelstürmen vor dem Nichts

Madagaskar

Zwei Wirbelstürme innerhalb von fünf Tagen haben im Süden Madagaskars riesige Schäden angerichtet. Am 24. Januar fegte "Ernest" mit einer Geschwindigkeit von 100 km pro Stunde und Windstößen von 250 km pro Stunde über die Provinz Toliara im Süden der afrikanischen Insel und sorgte dafür, dass der Niederschlag um über 500 Prozent anstieg. Am 29. Januar führte Wirbelsturm "Felapi" zu dreitätigem Dauerregen und weiteren Überschwemmungen. Nach Angaben der "Madagascar Tribune" sind in der Provinz Toliara mehr als 11 000 Menschen obdachlos, mindestens 17 ums Leben gekommen, 139 gelten als verschwunden. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schätzt, dass 5285 Menschen massiv betroffen sind.

Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms "Ivan" erhöht

Karibik

Angesichts des Ausmaßes der Zerstörungen auf der Karibikinsel Grenada und als Reaktion auf ein Hilfeersuchen des Premierministers von Grenada hat das Auswärtige Amt die Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms "Ivan" auf Grenada auf insgesamt 100.000 Euro erhöht. Das Auswärtige Amt hatte zunächst 50.000 Euro Soforthilfe für die Wirbelsturmopfer auf Grenada zur Verfügung gestellt.

Gesundheitsreform für schwer Kranke fatal

Wohlfahrtsverband

Die Gesundheitsreform verschlechtert auf drastische Weise die gesundheitliche Versorgung von Menschen, die von einer Behinderung, Suchterkrankung oder Obdachlosigkeit betroffen sind oder in einem Alten- bzw. Pflegeheim leben. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Da diese Menschen nur wenig Geld hätten, könnten viele sich schon jetzt - selbst bei Notfällen - nicht mehr den Gang zum Arzt leisten oder müssten auf notwendige Medikamente, Zahnersatz oder Brille verzichten. Der Verband forderte, Alte, Obdachlose, Behinderte und Suchtkranke von den Zuzahlungen grundsätzlich zu befreien. Dies sei kostenneutral möglich.

Welthungerhilfe würdigt Einsatz der Großmütter von Aids-Waisen

Internationaler Frauentag

Den Großmüttern von Aids-Waisen in Afrika widmet die Deutsche Welthungerhilfe den diesjährigen Weltfrauentag. Derzeit gibt es 11 Millionen Aids-Waisen in Afrika; bis 2010 werden 20 Millionen Kinder ihre Eltern oder einen Elternteil verloren haben. Damit sind Großmütter häufig die letzte Rettung vor Obdachlosigkeit; sie bilden das soziale Sicherungsnetz für Tausende von Kindern. Allein in Südafrika werden schätzungsweise 500.000 Aids-Waisen von ihren Großmüttern versorgt.

Polizisten müssen wegen Obdachlosentod ins Gefängnis

Rechtskräftig

Die Verurteilung von zwei Stralsunder Polizeibeamten wegen des Todes eines Obdachlosen ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof bestätigte den Urteilsspruch des Landgerichts Stralsund. Demnach müssen die beiden mittlerweile vom Dienst suspendierten Polizisten für jeweils drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Ihnen wird der Tod eines betrunkenen Obdachlosen angelastet, den sie in einer Frostnacht vor einem Jahr am Stadtrand von Stralsund ausgesetzt hatten. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil wurden verworfen.

Lebensmittelhilfe für Katastrophenopfer in Gambia

Afrika

Am Montag, den 29.12.2003, beginnt der ASB mit der Verteilung von Lebensmitteln an mehr als 800 Familien, die durch eine Sturmkatastrophe im August dieses Jahres obdachlos geworden sind. Innerhalb der nächsten drei Monate erhalten die Familien im Distrikt Upper River Division im Osten Gambias drei Lieferungen Speiseöl, Reis, Fisch und Zucker, die ihnen in dieser Zeit das Überleben sichern. Das Auswärtige Amt finanziert die Hilfslieferungen mit 95.000 Euro.

Haftstrafen für Stralsunder Polizeibeamte wegen Tod eines Obdachlosen

Polizeiwillkür

Im Stralsunder Prozess um den Tod eines Obdachlosen sind zwei angeklagte Polizeibeamte wegen Aussetzung mit Todesfolge zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Damit blieb das Landgericht deutlich über den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Soforthilfe für Flutopfer im Süden Sri Lankas

Kindernothilfe und THW im Einsatz

Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Süden Sri Lankas hat der Kindernothilfe-Partner Sri Lanka Church Child Care Association (SLCCCA) Soforthilfe-Maßnahmen eingeleitet. Die verheerendsten Überschwemmungen seit 50 Jahren haben bereits über 300 Menschenleben gefordert, Hunderttausende sind direkt von der Flutkatastrophe betroffen. Die Soforthilfemaßnahmen des Kindernothilfe-Partners umfassen Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen, die über kirchliche Einrichtungen in den betroffenen Provinzen verteilt werden.

Attac kämpft weiter

Für Frieden

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac setzt die Proteste gegen Krieg und Besatzung im Irak auch nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein in Bagdad fort. Das kündigte die Organisation am Freitag an. Ein völkerrechtswidriger Krieg werde auch durch einen militärischen Sieg nicht nachträglich legitimiert, so Barbara Fuchs von der Attac-AG Globalisierung und Krieg. Attac warnte davor, durch die Bilder jubelnder Menschen auf den Straßen in Bagdad die wahren Ziele des Angriffs der US- amerikanischen und britischen Truppen aus den Augen zu verlieren. Zwar sei ein brutaler Diktator gestürzt worden, doch zugleich hätten die US-Bombardements mit Streubomben im Sekundentakt tausende Zivilisten getötet, verwundet, obdachlos gemacht und die Infrastruktur des Landes zerstört.

Von Polizei ausgesetzter Betrunkener erfror

Kritik und Ermittlungen

Zwei Stralsunder Polizisten haben möglicherweise fahrlässig den Tod eines Mannes mitverschuldet. Sie sollen im Dezember vergangenen Jahres einen unter Alkoholeinwirkung stehenden 35-Jährigen am Stadtrand von Stralsund ausgesetzt haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Mann daraufhin in der Nacht auf freiem Feld an Unterkühlung und Alkoholvergiftung verstorben. Gegen die 26 und 45 Jahre alten Beamten werde wegen des Verdachts der Aussetzung, Körperverletzung und fahrlässigen Tötung ermittelt, sagte Oberstaatsanwalt Dirk Schneider-Brinkert am Mittwoch.

Musik gegen soziale Kälte

Benefizkonzerte für Obdachlose

Als Student an der Kölner Musikhochschule hat Thomas Beckmann Obdachlose noch in seiner Zweizimmerwohnung übernachten lassen. Die Zeiten sind vorbei. Doch auch heute, 25 Jahre später, klingeln sie noch manchmal an der Haustür des Cellisten am Rande der Düsseldorfer Altstadt und bitten um Schlafsäcke. Der Gründer des Vereins "Gemeinsam gegen Kälte" hat immer zehn davon auf Vorrat gelagert und ist in der ganzen Republik unter den Bedürftigen für sein Engagement bekannt. Unter Klassik-Kennern dagegen mehr für die allerorts gefeierten Benefizkonzerte für Obdachlose, die er gemeinsam mit seiner Frau Kayoko am Flügel gibt.

Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für Soforthilfe und Wiederaufbau

120.000 Euro für Opfer der Überschwemmungen im Nord-Kaukasus

Schwere Regenfälle im Nord-Kaukasus haben die Flüsse über die Ufer treten lassen und weite Teile der Region überschwemmt. Mehr als 50 Menschen kamen ums Leben, rund 75.000 wurden obdachlos. Darunter sind zahlreiche Kriegsflüchtlinge aus Tschetschenien, die innerhalb des Landes auf der Flucht sind oder in benachbarten Republiken Zuflucht gesucht haben. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 120.000 Euro für die Opfer der Überschwemmungen im Nord-Kaukasus bereit gestellt.

Konvoi bringt 1.500 Nahrungspakete nach Jenin

Diakonie-Katastrophenhilfe

Nach erfolgreichen Hilfsgütertransporten nach Ramallah und Nablus in den palästinensischen Gebieten, wurde vor wenigen Tagen ein weiterer zu der schwer zerstörten Stadt Jenin in der Westbank gestartet. In Jenin sind seit Anfang April durch die militärische Offensive der israelischen Streitkräfte zahlreiche Menschen getötet worden und maßlose Zerstörungen angerichtet worden; rund 6.000 Menschen wurden obdachlos. Für die zivilen Opfer brachte der Hilfskonvoi unter anderem 1.500 Nahrungspakete, Decken, Medikamente, Babyausstattung und Schulmaterial.

Welthungerhilfe leistet Hilfe in Afghanistan

Erdbeben

Die Deutsche Welthungerhilfe beteiligt sich an der umfangreichen Hilfe für Erdbebenopfer in Afghanistan. Am Montag abend hatten starke Beben die Erde in der Provinz Baghlan erschüttert. Die Stadt Nahrin wurde dabei fast vollständig zerstört. Die internationalen Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Toten auf 2.000, etwa 20.000 Menschen sind obdachlos geworden.

Haftstrafen im Stralsunder Obdachlosenmordprozess

Justiz

Im Prozess um den Mord an dem Greifswalder Obdachlosen Eckhardt Rütz hat das Landgericht Stralsund gegen die drei Angeklagten Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren verhängt. Die Richter blieben mit ihrem am Freitag verkündeten Urteil hinter den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zurück.

Greifswalder Obdachlosenmord wird verhandelt

Prozessauftakt

Wegen gefährlicher Körperverletzung und gemeinschaftlich begangenen Mordes an einem Greifswalder Obdachlosen müssen sich von Dienstag an drei junge Männer aus der Hansestadt vor dem Landgericht Stralsund verantworten. Sie werden beschuldigt, den 42-jährigen Eckhardt Rütz im November vergangenen Jahres zu Tode getreten zu haben. Zur Tatzeit waren zwei der Angeklagten 16, der Dritte 21 Jahre alt. Bei einem Schuldspruch drohen den beiden Jugendlichen bis zu zehn Jahre Jugendhaft und dem 21-Jährigen nach Erwachsenen-Recht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Geladen sind zwei Sachverständige und zwölf Zeugen.