unesco Nachrichten & Informationen

60 Jahre UNESCO-Schulnetzwerk weltweit

Bundesweite Fachtagung der UNESCO-Projektschulen in Karlsruhe

Das globale Netzwerk der UNESCO-Projektschulen besteht in diesem Jahr seit 60 Jahren. Die rund 215 deutschen Projektschulen feiern dieses Jubiläum gemeinsam mit internationalen Gästen auf ihrer Fachtagung vom 25. bis 28. September 2013 in Karlsruhe. Mit dem Thema „Mobilität" greift das deutsche UNESCO-Schulnetzwerk das Jahresthema der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) auf. Die Fachtagung stellt Projekte und Unterrichtsmethoden vor, die Schülern das Bewusstsein für eine nachhaltige Mobilität etwa im Verkehr, im Beruf oder im Internet vermitteln.

Naturdetektive verbinden Umweltbeobachtung und Internet

UNESCO-Dekade-Projekt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat pünktlich zur Bildungsmesse didactika die neue Staffel des Jugend-Multimediaprojektes "Naturdetektive" gestartet. Gleichzeitig überreichte Sigmar Gabriel im Namen der UNESCO dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) für sein Bildungsprojekt "Naturdetektive" die Auszeichnung "offizielles UNESCO Dekade-Projekt". Das BfN-Projekt ist damit Teil der nationalen Allianz "Nachhaltigkeit lernen".

Der Kölner Dom bleibt Weltkulturerbe auf Abruf

UNESCO-Entscheidung

Das Welterbekomitee der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hat am heutigen Mittwoch in Durban entschieden, den Kölner Dom vorerst auf der Liste des gefährdeten Welterbes (der so genannten "Roten Liste") zu belassen. Damit ist die Gefahr, dass der Kölner Dom - als erste Welterbestätte überhaupt - gänzlich von der Liste des UNESCO-Welterbes gestrichen wird, bis zur nächsten Sitzung im Jahre 2006 gebannt.

UNESCO zeichnet Bildungs-Projekte für nachhaltige Entwicklung aus

Ökostation und Kindergruppen-Betreuung

Die UNESCO hat am Dienstag zwei Projekte des baden-württembergischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Dekade-Projekte zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Damit gehörten die Ökostation Freiburg und die baden-württembergische Kindergruppen-Betreuung bundesweit zu den ersten Einrichtungen, die auf der Messe Didacta in Stuttgart ausgezeichnet wurden, teilte der Verband mit.

Netzwerk euro-arabischer Schülerzeitungen ist online

UNESCO Schülerzeitungsprojekt

Das Projekt "Euro-Arabische Nachbarschaft: Schüler bauen Brücken" der Deutschen UNESCO-Kommission ist online, damit Schulen, die an einer euro-arabischen Schülerzeitungspartnerschaft interessiert sind, eine Partnerschule finden können. Auf der Internetseite finden Schulen alle wichtigen Informationen zum Projekt sowie eine Datenbank, in der sie eine Partnerschule finden können, um gemeinsam eine Schülerzeitung zu erstellen. Für die Schüler gibt es Tipps zu erfolgreichem Recherchieren und journalistischem Arbeiten für ihre Schülerzeitungen. Ziel der in Deutsch, Englisch und Arabisch verfügbaren Website ist es, den Zugang zum Projekt für interessierte Schulen zu vereinfachen.

UNESCO-Konferenz zum Schutz kultureller Vielfalt begonnen

"Starke Kulturindustrie"

Die UNESCO will offenbar die weltweite kulturelle Vielfalt gegenüber dem Globalisierungsdruck und der US-Kulturindustrie schützen. Regierungsexperten der 190 Mitgliedsstaaten kamen am Montag in Paris zusammen, um ein Übereinkommen zu erarbeiten. Die Globalisierung erschwere es den Regierungen immer mehr, ihre Politik gegenüber der Dynamik des Marktes durchzusetzen, sagte der Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, Roland Bernecker, der "Süddeutschen Zeitung". Bildung und Kultur gehörten aber weiter in die Obhut des Staates.

100 Millionen Kinder ohne Schulbildung

UNESCO-Bericht

Immer noch gehen über 100 Millionen Kinder nicht zur Schule. In zahlreichen Ländern erreichen weniger als 75 Prozent der Schüler die fünfte Jahrgangsstufe. Das ergibt sich aus dem am Montag in Brasilia vorgestellten UNESCO-Weltbericht "Bildung für alle" 2005. Der Bericht gibt einen Zwischenstand nach dem Weltbildungsforum in Dakar 2000, bei dem sich 164 Länder verpflichtet haben, sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Berichts steht das Ziel Bildungsqualität, die in vielen Ländern nach wie vor unzureichend sei. Insgesamt besuchen zwar mehr Kinder die Schule, und auch die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen werden geringer. Doch verlaufe dieser Prozess zu langsam.

Dresdner Elbtal jetzt Weltkulturerbe

Unesco

Die Unesco hat das Dresdner Elbtal einschließlich der historischen Dresdner Elbfront zum Weltkulturerbe erklärt. Das zuständige Komitee der Organisation habe auf seiner Sitzung im chinesischen Suzhou das Elbtal auf die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter der Erde aufgenommen, sagte der Sprecher der Deutschen Unesco-Kommission, Dieter Offenhäußer, am Freitag in Bonn.

Das Unesco-Weltkulturerbe in Deutschland

30 von 750 Stätten weltweit

Auf der Welterbeliste der Unesco sind in Deutschland etwa 30 Denkmäler verzeichnet. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Als erste Stätte in Deutschland wurde 1978 die Stadt Aachen mit der Pfalzkapelle Karls des Großen und dem Dom in die Liste der besonders schützenswerten Kulturgüter aufgenommen.

Mädchen in Indien noch immer benachteiligt

Kinderarbeit

Die indische Kampagne gegen Kinderarbeit hat in der Hauptstadt Neu Delhi das Jahr gegen die Ausbeutung von Mädchen ausgerufen. 26 indische Mädchen aus verschiedenen Landesteilen überreichten heute Premierminister Vajpayee eine Deklaration, in der die Zentralregierung und die Regierungen der Bundesstaaten aufgefordert werden, für die Umsetzung der Schulpflicht zu sorgen und das Verbot von Kinderarbeit wirksam durchzusetzen. In Indien gehen 85 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren nicht zur Schule, davon rund 50 Millionen Mädchen. Auch zwei Drittel der etwa 50 Millionen arbeitenden Kinder sind Mädchen.

Unesco will irakisches Weltkulturerbe sichern

Kriegsfolgen

Die Unesco will nach dem Ende des Irak-Krieges rasch mögliche Schäden an Kulturgütern untersuchen. Die UN-Organisation habe den Alliierten vor den Kampfhandlungen eine Liste der schützenswerten Stätten übergeben, sagte der Sprecher der deutschen Unesco-Kommission, Dieter Offenhäußer. Nun müsse geprüft werden, wie groß die Zerstörungen an Kulturgütern und den Tausenden von archäologischen Stätten seien. Plünderungen etwa in Museen könnten ebenfalls ein Problem darstellen. Auch um den Bildungsbereich werde sich die Unesco kümmern.

Unesco warnt vor weltweiter Wasserkrise

Recht auf Wasser

Unter Federführung der UNESCO haben 23 UN- Agenturen den ersten "Welt-Wasser-Entwicklungsbericht" erstellt. Der Report biete einen weltweiten Überblick über die Wasserreserven der Erde, so die UNESCO. Neben Zahlen und Fakten zur Situation der Süßwasserressourcen behandele der Bericht elf "Aufgaben zur Sicherung von Leben und Wohlergehen" – vom Recht auf Gesundheit und dem Bedarf in Großstädten, über die Förderung einer sauberen Industrie und den Ausbau der Energieerzeugung bis hin zu Managementaufgaben der Risikominderung und einer "klugen Wasserordnungspolititk zu Gunsten nachhaltiger Entwicklung."

Unesco-Programm "Memory of the World" sichert einmalige Dokumente

Gedächtnis der Menschheit

Mit einem Festakt wird am 12. Januar in Berlin die Aufnahme der Originalhandschrift der 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens in das Unesco-Verzeichnis "Memory of the World" - das Gedächtnis der Menschheit - offiziell besiegelt. Das Programm zum Erhalt des dokumentarischen Erbes der Menschheit wurde 1992 von der Unesco ins Leben gerufen. Ziel ist es, dokumentarische Zeugnisse, die in Archiven, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Museen und Gedenkstätten überliefert sind, zu sichern und weltweit zugänglich zu machen.

Urlaubsreise der Kinder war kein offizielles Unesco-Projekt

Flugzeugabsturz

Die bei dem Flugzeugkatastrophe über dem Bodensee ums Leben gekommenen russischen Kinder sind nicht auf Kosten der Unesco nach Spanien geflogen. "Die Reise wurde von der Unesco weder organisiert noch finanziert", sagte der Sprecher der deutschen Unesco-Kommission, Andreas Baaden am Dienstag in Bonn. Allerdings sei die Reise von einem örtlichen Unesco-Klub in Baschkortostan initiiert worden.

Insel Reichenau offiziell als Weltkulturerbe ausgezeichnet

UNESCO

Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee gehört seit Mittwoch offiziell zum Weltkulturerbe der Unesco. Der Präsident der Deutschen Unesco-Kommission, Klaus Hüfner, überreichte bei einem Festakt im Klosterhof die Urkunde zur Aufnahme in die Welterbeliste. Damit gibt es mittlerweile 24 Welterbestätten in Deutschland. In Baden-Württemberg gehört neben der Reichenau seit 1993 auch das Zisterzienserkloster Maulbronn zum Weltkulturerbe.

Liste der 24 Stätten des Unesco-Weltkulturerbes in Deutschland

Unesco-Weltkulturerbes

Rund 690 Kultur- und Naturstätten in über 120 Ländern zählen zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie genießen damit den besonderen Schutz der internationalen Staatengemeinschaft. Die Palette der einzigartigen menschlichen Kulturleistungen sowie Naturphänomene reicht vom Tower in London bis zum Malawi-See in Ostafrika.

Rüstungsgelder für Rau und UNESCO

Sponsoring

Die Deutsche UNESCO-Kommission ließ sich am 11. Juli ihre Festveranstaltung „50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in der UNESCO" in Berlin von der Daimler-Chrysler AG sponsern. Daimler-Chrysler ist einer der weltweit führenden Rüstungskonzerne und an der Herstellung und dem Verkauf von Kreigswaffen beteiligt. Die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die 1984 den UNESCO-Friedenspreis erhielten, verurteilten das Sponsorship und distanzierten sich von der Veranstaltung. Im Rahmen der Festveranstaltung gab Bundespräsident Johannes Rau im Schloss Bellevue einen Empfang, der trotz der im Vorfeld geübten Kritik ebenfalls von dem Rüstungskonzern finanziert worden war.

Wattenmeer soll Weltnaturerbe werden

Antrag bei UNESCO

Bereits heute genießt das schleswig-holsteinische Wattenmeer an der Nordseeküste den höchsten deutschen Schutzstatus und zählt zu den wenigen Nationalparks der Republik. Doch könnte diese einzigartige Landschaftsform womöglich noch höhere Weihen erfahren: Bei der nächsten Konferenz der Umweltminister von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden soll ein Antrag an die UNESCO (Sonderorganisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Kultur) verabschiedet werden, das Wattenmeer als "Weltnaturerbe" einzustufen.