Walfang

Walschützer stoppten Treibjagd auf Kleinwale in Japan

Amerikanische und japanische Walschützer haben vorläufig ein Massaker an mindestens 20 Grindwalen durch Fischer aus Taiji in Japan, wo vor kurzem wieder die jährlichen Waltreibjagden begonnen haben, zum Stehen gebracht. Die Walschützer, angeführt von dem renommierten US-Naturfilmer Hardy Jones, wurden von den Fischern mit Messern bedroht, als sie die Treibjagd für eine Internet-Live-Übertragung filmten. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) Deutschland in Kooperation mit Bluevoice.org, um durch das Dokumentieren der anhaltenden Abschlachtungen von Walen und Delfinen in japanischen Gewässern öffentlichen Protest hervorzurufen.

Die Fischer hatten bereits mindestens vier Grindwale verletzt und getötet, indem sie Stricke um sie legten, mit Messern auf sie einstachen, um sie weg von der Öffentlichkeit in eine nahegelegene Bucht zu schleppen, wo sie schließlich getötet wurden. Die Präsenz der Walschützer als Zeugen der Abschlachtung scheint die Fischer dann bis auf weiteres von der Tötung der übrigen Wale abgehalten zu haben. Diese befinden sich immer noch gefangen in der Bucht. Ihr Schicksal ist offen. Ein Walbaby starb dort jedoch bereits am Strand, wahrscheinlich durch den Schock.

Immer noch erschüttert von den grausamen Szenen, die sein Team und ein japanischer Kollege dokumentierten, berichtet Hardy Jones der WDCS am Telefon: "Die Öffentlichkeit muss über diese Grausamkeit informiert werden! Widerhaken wurden in die Walkörper geschlagen; sie wurden von Messern verwundet und zerfetzt". Er fügte hinzu: "Wir haben zwar vorläufig einen Stop der Tötungen erreicht, aber es erfordert mehr öffentlichen Druck, um die Fischer dazu zu bewegen, die übrigen Wale freizulassen und dieser grausamen Praxis für immer Einhalt zu gebieten!"

Nicolas Entrup von der WDCS ruft die japanische Regierung nicht nur dazu auf, dem Töten sofort Einhalt zu gebieten und die Tiere freizulassen, sondern auch umgehend für die volle persönliche Sicherheit von Hardy Jones und seines Teams zu sorgen: "Wir sind tief besorgt nicht nur wegen des Schicksals dieser Tiere, sondern auch um die mutigen Walschützer, die sie zu verteidigen versuchen. Dieses Vorgehen der Fischer ist ganz und gar inakzeptabel!"

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