Ende der Massentierhaltung?
Greenpeace zwingt Unilever bei Putenhaltung in die Knie
Erleichtert worden sei diese Entscheidung, nachdem die beiden größten Anbieter von Putenfleisch in Deutschland in der vergangenen Woche erklärten, die Vorschläge von Greenpeace anzunehmen. Die Firmen Nölke (Marke "Gutfried"/Nordrhein-Westfalen) und Heidemark (Niedersachsen) werden nach Angaben von Greenpeace vom nächsten Jahr an Puten aus tierfreundlicher extensiver Bodenhaltung anbieten. Sie hätten sich zusätzlich verpflichtet, kein genmanipuliertes Soja oder Leistungsförderer ins Futter zu mischen.
Die Umweltschutzorganisation sprach von einem "Erfolg für die Verbraucher". Sie könnten im Supermarkt bald Putenprodukte kaufen, die nicht aus der miserablen Massentierhaltung stammen, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. Zugleich sei das "ein Durchbruch" für die Wende in der Landwirtschaft. Jetzt müssten auch die anderen Hersteller und Handelsketten wie Edeka, Rewe und Metro diesem Beispiel folgen, betonte Hofstetter. "Massentierhaltung ist ein Auslaufmodell", so Hofstetter optimistisch.
Nach Angaben von Unilever wird der Lieferant Heidemark zunächst mit rund 50.000 Puten die ökonomische und ökologische Machbarkeit der extensiven Bodenhaltung testen, die mit einer deutlichen Erhöhung der Rohwarenkosten verbunden sei. Sollte der Markt positiv auf den Test reagieren, geht Unilever davon aus, dass künftig dauerhaft Putenfleisch aus dieser Haltungsform bezogen werden kann, sagte Sprecher Rüdiger Ziegler.
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Am 21. Dez. 2001 unter:
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