medizin

Gesundheit - Check für die Leber

HEPATITIS C | Ihre Leberwerte und die klassische Medizin (TCM)

Ein Routineblutcheck bringt es oft an den Tag – erhöhte Leberwerte. Doch obwohl schon jede 10. Untersuchung auffällig ist, wird selten nach den Ursachen geforscht. Unerkannte und somit unbehandelte Lebererkrankungen können Leberkrebs oder Leberzirrhose zu Folge haben. Stark im Steigen begriffen ist ferner die nichtalkoholische Fettlebererkrankung als Ergebnis des »modernen« Lebensstils verbunden mit Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung.

Brandenburg

Hohe Prämien für Übernahme einer Arztpraxis auf dem Land

Mit Prämien von bis zu 50.000 Euro sollen in Brandenburg Mediziner für ländliche Regionen gewonnen werden. Übernehme ein Arzt eine freiwerdende Praxis in einem medizinisch unterversorgten Gebiet, erhalte er einen sogenannten Sicherstellungszuschlag, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Donnerstag (8. Januar) in Potsdam mit. Das habe der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen entschieden. In diesem Jahr kämen die Kassen für die Zuschläge auf, 2010 und 2011 teilten sich Kassen und KV die Finanzierung. Ziel sei es, vor allem junge Ärzte für ländliche Regionen zu gewinnen.

"Massives Drängen der Hersteller"

Gabriel warnt vor Gesundheitsschäden durch Computertomographie

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warnt vor gesundheitlichen Schäden durch einen zunehmenden "Missbrauch" der Computertomographie (CT). CT-Untersuchungen würden in Deutschland immer häufiger ohne die gesetzlich vorgeschriebene medizinische Indikation vorgenommen, sagte Gabriel am 12. Juli bei der Vorstellung des Jahresberichts 2006 des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Berlin. "In Deutschland wird zu viel geröntgt", meint Gabriel. Die Strahlenbelastung und das damit einhergehende erhöhte Krebsrisiko würden leider in der Bevölkerung immer noch unterschätzt.

"Monsanto wollte Veröffentlichung verhindern"

Zugelassener Gen-Mais führte im Tierversuch zu Leber- und Nierenschäden

Eine Studie unabhängiger französischer Wissenschaftler belegt nach Darstellung von Greenpeace "das potentielle Gesundheitsrisiko von gentechnisch verändertem Mais". Der seit Januar 2006 für den Import in die Europäische Union als Lebens- und Futtermittel zugelassene Gen-Mais MON863 des Herstellers Monsanto produziert den Angaben zufolge ein Insektengift gegen Schädlinge. Im MON863-Fütterungsversuch mit Ratten "wiesen die Tiere Vergiftungssymptome und Schädigungen von Leber und Nieren auf". Die vollständige Auswertung des Fütterungsversuches der "Expertengruppe" CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) soll in den nächsten Tagen online im US-Wissenschaftsmagazin Archives of Environmental Contamination and Toxicology publiziert werden. "Erstmals wird damit ein Gesundheitsrisiko für eine bereits zugelassene Gen-Pflanze nachgewiesen", so Greenpeace.

Faule Drückeberger?

Arbeitslose sterben offenbar früher

Arbeitslose haben offenbar ein deutlich höheres Sterberisiko als gleichaltrige Erwerbstätige. Das geht aus einer Studie des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Leipzig hervor, wie die Zeitschrift "Super Illu" am Sonntag vorab berichtete. Danach ist bei Menschen ohne Job die Sterblichkeit bereits kurz nach Beginn der Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch. Ursache seien vor allem Depressionen und Suchtkrankheiten wie Alkoholismus, bei Frauen auch Tablettensucht, Erschöpfungssymptome und Bluthochdruck bis hin zum Herzinfarkt. Diese Krankheiten seien bei Arbeitslosen "viel häufiger als bei Menschen, die einen Job haben", so Brähler. Ihre Sterblichkeit sei dadurch massiv erhöht, schon kurz nach Eintritt der Arbeitslosigkeit sei sie mehr doppelt so hoch wie bei Erwerbstätigen.

Weniger Medizin für Senioren?

Gesundheitsministerium wirft Ärzten Milliardenverschwendung vor

Die Ärzte in Deutschland verschwenden nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums noch immer Milliarden von Euro an Kassenbeiträgen. Die Verschreibung teurer Originalmedikamente anstelle günstiger Nachahmerpräparate mit dem gleichen Wirkstoff habe die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in 2005 mit drei Milliarden Euro belastet, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Marion Caspers-Merck am Dienstag bei der Vorstellung des Arzneimittel-Reports in Berlin. Dies entspreche 0,3 Beitragssatzpunkten aus den Taschen der Versicherten. Das "Einsparpotenzial" müsse genutzt werden für "wirklich innovative, aber kostspielige Therapien".

Aufstand der Ärzte

Charité-Mediziner streiken für höhere Gehälter

An der Berliner Charité wird seit Montag gestreikt. Mit der voraussichtlich eine Woche dauernden Arbeitsniederlegung wollen die Mediziner am größten Klinikum Europas einen eigenständigen Tarifvertrag erzwingen. Der Charité-Vorstand lehnt die vom Marburger Bund geforderte Gehaltserhöhung von 30 Prozent zwar ab, ist aber bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

REACH in Gefahr

Umweltärzte fordern Gesundheitsschutz durch europäische Chemikalienpolitik

Umweltmediziner fürchten eine weitere Verwässerung des vorbeugenden Gesundheitsschutzes beim zukünftigen europäischen Regulierungssystem für Chemikalien REACH. Schon jetzt sind erhebliche Abstriche gegenüber der ursprünglichen Vorlage aufgrund einer gezielten Lobbyarbeit der Chemischen Industrie zu verzeichnen. Die Ärzteschaft ist aufgefordert, ihren Einfluss gegen weitere aus medizinischer Sicht nicht akzeptable Zugeständnisse geltend zu machen.

Medizin und HIV

Deutsche AIDS-Stiftung fordert Therapie-Zugang für alle Betroffenen

Aus Anlass der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2004 kritisierte die Deutsche Aids Stiftung am Freitag in Bad Godesberg, dass trotz sinkender Medikamentenpreise viele Betroffene in den weniger entwickelten Ländern keinen Zugang zu antiretroviraler Therapie haben. "Um dies zu ändern, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Deutsche AIDS-Stiftung fordert Politik, Pharmaindustrie, Forschung sowie Hilfsorganisationen zu gemeinsamen Anstrengungen und einer besseren Zusammenarbeit im Kampf gegen AIDS auf", so Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung.

Weichmacher in Medizinprodukten

Gesundheitsministerin Schmidt riskiert Gesundheitsschäden bei Kindern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die internationale Gesundheitsorganisation Health Care Without Harm (HCWH) haben Bundesministerin Ulla Schmidt wegen ihrer zögerlichen Haltung gegenüber schädlichen Medizinprodukten kritisiert. Giftige PVC-Weichmacher müssten verboten werden, wenn risikoärmere Alternativen vorhanden seien. Unverbindliche Empfehlungen an Hersteller und Anwender, wie sie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte am Freitag ausgesprochen habe, reichten nicht aus.

"Umgang mit dem Tod"

Mediziner warnt vor Schmalspurausbildung in der Anatomie

Der Direktor des Anatomischen Instituts der Universität Dresden (TUD), Richard Funk, sieht die Ausbildung junger Mediziner gefährdet. Zwar böten noch immer mehr als genug Freiwillige ihren Körper nach dem Tod dem Anatomischen Institut für die Ausbildung der Studenten an, sagt Funk in Dresden. Doch müsse die Einrichtung seit Wegfall des Sterbegeldes der Krankenkassen für die Beisetzung selbst aufkommen, was in Zeiten knapper Budgets äußerst schwierig sei.

Finanzlücke mit Todesfolge

35.000 Unterschriften für Verhütungsmittel und medizinische Betreuung

35.000 Menschen fordern von der Staatengemeinschaft mehr Engagement im Bereich Verhütung und Gesundheitsversorgung. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) übergab eine entsprechende Petition am Mittwoch an die Vereinten Nationen in New York. Vor zehn Jahren wurden Pläne für Verhütung und Familienplanung auf der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo beschlossen. Doch das größte Problem bei der Umsetzung sei, dass die Industrieländer ihre Versprechen nicht gehalten hätten. Privatpersonen und Organisationen aus Europa und den USA forderten vor allem die Einhaltung der gegebenen Finanzzusagen.

Krankheitsabwehr

Impfstoff-Tests gegen HIV starten

Ende diesen Monats läuft in vier Zentren in Deutschland und Belgien eine Studie an, in der ein potenzieller Impfstoff gegen die AIDS-Erkrankung getestet wird. Ziel ist es, die optimale Dosis zu finden, die die gewünschte Immunantwort hervorruft. In Tierversuchen hat sich der Impfstoff-Kandidat nach Angaben der Universität Bonn schon als vielversprechend erwiesen; die behandelten Versuchstiere entwickelten nach der Injektion Antikörper gegen das HI-Virus. Bei dem Impfstoff-Kandidaten handele es sich um eine Variante des völlig harmlosen Adeno-assoziierten Virus, tgAAC09 genannt.

Virtuelle Medizin

Internet-Konkurrenz für Apotheken

Die rund 22.000 Apotheken in Deutschland müssen sich in Zukunft auf immer stärkere Konkurrenz aus dem Internet gefasst machen. Laut einer Erhebung des Institutes für Demoskopie Allensbach ist die Zahl derjenigen, die sich im Web über Medikamente informieren, im vergangenen Jahr von fünf auf 7,2 Millionen gestiegen. Gleichzeitig habe auch die Zahlungsbereitschaft, sowie der tatsächliche Kauf von Medikamenten per Internet zugenommen, teilte das Institut mit.

Medizin

EU plant Ausweitung der Embryonenforschung

Ungeachtet ethischer Bedenken in zahlreichen europäischen Ländern plant die EU-Kommission langfristig offenbar eine deutliche Ausweitung der Embryonenforschung. In einem internen Gutachten, das der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) vorliegt, verweist die Kommission auf die Potenziale der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen und spricht sich für eine stärkere Förderung des umstrittenen Wissenschaftszweiges aus. Das Papier wurde am Donnerstag erstmals in Brüssel von Vertretern der Kommission, den Mitgliedsstaaten und des Europäischen Parlaments diskutiert. Es dient als Grundlage für die bevorstehenden EU-Verhandlungen zur Zukunft der Embryonenforschung.

HIV

In Entwicklungsländern ist Aids-Medikament Viracept nun billiger

Der Schweizer Pharmakonzern Roche senkt den Preis für das Aids-Medikament Viracept in Entwicklungsländern. In Zukunft werde das Medikament zu Non-Profit-Preisen Regierungen und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) in Ländern südlich der Sahara und den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zur Verfügung gestellt, berichtet das Untenehmen. Der Schritt, das Medikament zu Selbstkostenpreisen zu verkaufen, sei nicht auf den Druck von Aids-Interessensgruppen zurückzuführen, heißt es weiter. Vielmehr sei die seit längerem ins Auge gefasste Preisreduktion durch die Lizenz-Partner Pfizer und Japan Tobacco verzögert worden. Japan Tobacco halte bisher die Patentrechte an Viracept.

Verbraucher Initiative e.V.

Die besten Hausmittel gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Die Verbraucherinitiative warnt in der herbstlichen Erkältungssaison vor falsch angewandten Medikamenten, unnützen Wirkstoffen sowie Nebenwirkungen. Sie können die Gesundheit gefährden statt zu helfen. Denn bei Erkältung kommt die Heilung nicht von außen, der Körper muss den Virus selbst überwinden. "Besonders wichtig ist dabei, sich Ruhe zu gönnen," so Dr. Silvia Pleschka von der Verbraucher Initiative. Wer Erkältungsbeschwerden mit Medikamenten lindern will, sollte wissen, dass die Produkte der Pharma-Industrie nur Symptome lindern. Bei der Wahl der Medikamente sollten dann gezielt wirkende Einzelwirkstoffe bevorzugt werden, etwa Acetylsalicylsäure (AAS) gegen Fieber und Gliederschmerzen.

Pharmakonzern GSK senkt Preise für HIV-Medikamente

Nur ein kleiner Schritt

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) wird die Medikamentenpreise für HIV/Aids um bis zu 33 Prozent und für Anti-Malariamittel um bis zu 38 Prozent senken. Die Kostensenkung kommt den 63 ärmsten Staaten der Welt zugute. Entwicklungsorganisationen begrüßen zwar den Schritt des Pharmakonzerns, halten die Preissenkung aber erneut für zu gering. Nach der Preisreduktion kosten zwei Combivir- Tabletten pro Tag 1,70 Dollar, erklärte Glaxo. Für die meisten Arbeiter in Ländern südlich der Sahara sind Medikamente zu diesem Preis aber dennoch unbezahlbar.

Medizin ohne Gewissen

Nazi-Arzt über Jahrzehnte als "berühmter Ostfriese" geehrt

Unter dem Titel "Ärzte - Medizin ohne Gewissen" setzt die ARD am kommenden Mittwoch ihre Dokumentationsreihe "Hitlers Eliten" fort. In Ostfriesland liefert die Nazi-Karriere des Arztes Arend Wilhelm Lang ein weiteres Beispiel. Hier kam der in Leer geborene "Euthanasie"-Arzt Lang nach Kriegsende vielfach zu Ehren. Nach Angaben des Wiener Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) geht aus Langs SS-Akten hervor, dass er im Juli 1934 an maßgebender Stelle am nationalsozialistischen Juli-Putsch in Wien beteiligt war. Der Putsch missglückte, doch Lang blieb seiner Ideologie treu. "Er sei direkt für die Verstümmelung angeblich psychisch kranker beziehungsweise geistig behinderter Menschen verantwortlich, sagte DÖW-Historiker Herwig Czech. Auch in die Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung Wiens sei er zumindest indirekt verwickelt.

Medizin

Was passiert im Schlaf?

Rund ein Drittel seines Lebens verschläft der Mensch. Bei 75 Lebensjahren sind das immerhin 25 volle Jahre. Dennoch gibt der Schlaf der Wissenschaft immer noch Rätsel auf. Fest steht, dass sich der Bedarf an Schlaf mit dem Alter ändert. Ein Säugling braucht noch etwa 16 Stunden Schlaf am Tag. Ein Kleinkind kommt bereits mit 10 bis 12 Stunden aus. Ein junger Erwachsender benötigt noch etwa acht Stunden. Ältere Menschen schlafen häufig zwischen fünf und sechs Stunden.