Angola
Medico: Savimbis Tod bringt Angola nicht automatisch Frieden
Durch die internationale Politik, so medico-Projektkoordinator für Angola, Sebastian Kasack, müsse jetzt unbedingt Druck auf dos Santos ausgeübt werde, sofort einen Waffenstillstand auszurufen und sichtbare Zeichen des Friedenswillens zu setzen. Sonst werde die 40jährige humanitäre Katastrophe in Angola weitergehen. Die Menschen in Angola bräuchten eine soziale Perspektive jenseits der Kriegsökonomie, die durch reichlich Diamanten und Ölvorkommen noch auf Jahre finanzierbar ist.
medico international ist seit 1995 in Angola auf dem Gebiet der Minenräumung und Opferrehabilitation tätig. Die Hilfsorganisation musste immer wieder beobachten, wie der Bürgerkrieg die Wiederaufbaubemühungen zunichte machte. Die von medico geförderte Gemeindearbeit und prothetische Versorgung von Minenopfern in der Provinzhauptstadt Luena, in der Savimbi vorgestern beerdigt wurde, wird immer wieder durch das Bürgerkriegsgeschehen heftig in Mitleidenschaft gezogen. Seit medico in der Hauptstadt der Provinz Moxico tätig ist, hat sich die Zahl der Kriegsflüchtlinge um ca. 100.000 verdoppelt. Der Ort wird seit Jahren nur aus der Luft versorgt. Täglich gibt es neue Minenopfer, weil immer wieder neue Minen verlegt werden. Diese humanitäre Not macht immer wieder akute humanitäre Hilfe für Flüchtlinge notwendig. Gerade jetzt führt medico eine Nothilfemaßnahme für 2000 Flüchtlingsfamilien durch, die vor wenigen Wochen aus Unita-Gebiet teils freiwillig teils auf Druck der Regierungssoldaten geflüchtet sind. Sie leben derzeit unter erbärmlichsten Bedigungen am Rande von Luena.
Um in dieser Situation Wege aus der Krise zu finden, hat medico gemeinsam mit anderen europäischen NGOs, die in Afrika tätig sind, die Kamapagne "Fatal Transactions" ins Leben gerufen. Die Kamapagne hat sich zum Ziel gesetzt, die internationalen ökonomischen Verflechtungen, die die Aufrechterhaltung des Krieges möglich machen, zu verdeutlichen und einen Boykott vom Handel mit Rohstoffen zu fordern, die die Kriegsökonomie finanzieren. Außerdem unterstützt medico die angolanische Zivilgesellschaft und insbesondere die freie angolanische Presse.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 26. Feb. 2002 unter:
welt-onlineStichworte:
« Bundesverfassungsgericht erlaubt Werbung mit Tierliebe
Industrie-Fischerei bedroht auch europäische Korallenriffe »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
- Erneuerbare Energien als Zünglein in der Wahl
- Bremen: Schüler in die Camps
