BUND Hessen
CDU-Umweltminister blockiert neue Naturschutzgebiete
„Wir benötigen unbedingt einen Kurswechsel“, fordert deshalb Herwig Winter vom BUNDlandesvorstand. Denn ohne rechtlich gesicherte Schutzgebiete ist der Schutz der Natur in unserer vielfältig beanspruchten Landschaft nicht möglich. Die von der jetzigen Landesregierung verabschiedeten Regionalpläne weisen deshalb 364 Gebiete zur Neuausweisung oder Erweiterung von Naturschutzgebieten aus. Hier besteht konkreter Handlungsbedarf der Naturschutzverwaltung.
Würden die abgestimmten Gebiete ausgewiesen, wären in Hessen etwa 5 % der Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dieser Anteil wäre im Verhältnis zu anderen Flächennutzungen gering. Bereits 1997 waren 14,5 % der Landesfläche bebaut, davon betrug der Anteil der Verkehrswege allein 6,5 %. Das Hessische und das Bundesnaturschutzgesetz fordern, dass der Anteil der besonders geschützten Fläche 10 % der Landesfläche betragen soll, damit ein landesweiter Biotopverbund das Überleben der biologischen Vielfalt sichert.
Die Regionalpläne enthalten nur Gebiete, für die ein konkretes Schutzerfordernis vorliegt und deren Sicherung bereits mit allen anderen Interessensgruppen, wie dem Straßenbau, der Wassernutzung, der Land- und Forstwirtschaft und den Kommunen, im Grundsatz abgestimmt ist. Der größte Teil mit 236 Gebieten liegt im dichtbevölkerten Südhessen. „Bleibt es bei der Dietzel-Blockade sind viele Flächen für immer verloren“, befürchtet BUNDvorstandssprecher Herwig Winter.
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Am 13. Mär. 2002 unter:
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