Wegen Sicherheitsmaßnahmen verzögert

Hauptverhandlung im Frankfurter Al-Qaida-Prozess eröffnet

Mit lautstarken Ausfällen eines der Angeklagten hat am Dienstagmittag in Frankfurt am Main der Prozess gegen fünf mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen begonnen. Der Algerier Lamine M. forderte seine vier Mitangeklagten beim Betreten des Gerichtssaals auf arabisch auf, keine Aussage zu machen und sich vor den Richtern nicht von den Plätzen zu erheben. Seine Forderung untermauerte er mit Koranversen.

Vier der fünf Algerier sollen Ende des Jahres 2000 einen Sprengstoffanschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg oder möglicherweise auf die Synagoge der französischen Stadt geplant haben. Allen fünf wirft Generalbundesanwalt Kay Nehm die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor.

Wegen der scharfen Sicherheitsmaßnahmen und der vom Bundesverfassungsgericht am Montag erlaubten Fernsehaufnahmen im Gerichtssaal hatte sich der für 10.00 Uhr geplante Beginn des Prozesses um gut zwei Stunden verschoben.

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