Streik in der Bauindustrie
Neue Tarifgespräche in Wiesbaden begonnen
Der Ausgang der neuen Verhandlungen wird wesentlich davon abhängen, wie das schon vorige Woche angekündigte verbesserte Angebot der Bauarbeitgeber aussieht. Ein Ende des derzeitigen ersten flächendeckenden Bauerbeiterstreiks seit mehr als 50 Jahren werde es erst nach einem "vernünftigen" Tarifkompromiss geben, hatte IG-BAU-Streikleiter Dietmar Schäfers noch am Freitag unterstrichen. Die Gewerkschaft sei notfalls auf einen "mehrwöchigen" Arbeitskampf eingestellt. Der Verhandlungsführer der Bauarbeitgeber, Thomas Bauer vom Hauptverband der Bauindustrie, hatte sich am Montag in einem Zeitungsinterview überzeugt gezeigt, "dass wir eine Einigung finden, mit der alle Bauarbeiter leben können". Die Beschäftigten würden "nicht von der Lohnentwicklung in anderen Branchen abgekoppelt".
Nach ergebnislosen 100-stündigen Schlichtungsgesprächen für die noch gut 840 000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes hatte Anfang voriger Woche der erste bundesweite Arbeitskampf am Bau in der Nachkriegsgeschichte begonnen. Zu Beginn dieser Woche war die inzwischen dritte Streikwelle am Bau angerollt. Mit der Frühschicht traten am Montag mehr als 30 000 Beschäftigte auf 2463 Baustellen in den Ausstand, wie die IG BAU in Frankfurt am Main mitteilte. Bis Freitag waren rund 20 000 Arbeiter auf 1500 Baustellen in den Streik getreten.
Kleine Anmerkung der Redaktion: In der Spielbank Wiesbaden gab es auch Mobbing-Vorwürfe und entsprechende Gerichtsverfahren.
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Am 24. Jun. 2002 unter:
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