EU-Agrarreform
Verbraucherschützer: Förderung nachhaltiger Landwirtschaft ist guter Anfang
Vor allem die angestrebte Entkopplung der Direktzahlungen von der Produktion zugunsten der Förderung des ländlichen Raumes und die Kopplung der Zuschüsse an Auflagen des Tier- und Umweltschutz und der Produktqualität bezeichnete der vzbv als wegweisend. Dadurch würden Betriebe, die Umwelt- und Tierschutzstandards, Vorgaben zur Lebensmittelsicherheit und zur Pflege der Kulturlandschaf einhalten, belohnt und nicht wie bisher durch Mehrkosten benachteiligt. "Der Einsatz für Umwelt und Qualität muss sich rechnen", so Edda Müller. Auch das Vorhaben, die Garantiepreise bestimmter Agrarprodukte schrittweise zu senken, gehe in die richtige Richtung.
Diese neue Stoßrichtung werde - gerade vor dem Hintergrund immer neuer Lebensmittelskandale - dem Wunsch vieler Verbraucher nach gesunden Nahrungsmitteln und dem Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt gerecht. Der vzbv wies darauf hin, dass neben den Verbrauchern vor allem auch die Landwirte selber Leidtragende der bisherigen EU-Agrarpolitik seien, indem sie durch die Rahmenvorgaben und den Konkurrenzkampf zu einem Verhalten veranlasst werden, bei dem es in erster Linie um Kostenwettbewerb und nicht um Wettbewerb um Qualität und Vielfalt ginge.
Angesichts der angestrebten Erweiterung der Europäischen Union, dem Druck der Entwicklungsländer und der WTO sei die Fortsetzung der bisherigen Subventionspolitik weder finanziell noch politisch zukunftsfähig. Grundsätzlich äußerte sich der vzbv skeptisch zur Höhe der Finanzierung und forderte insbesondere eine sukzessive Reduzierung der Exportsubventionen. Derzeit beläuft sich der EU-Agrarhaushalt auf jährlich etwa 40 Milliarden Euro. Dies bedeutet, dass der deutsche Steuerzahler - bei einem nationalen Anteil von knapp 26 Prozent am Gesamtetat - die derzeitige agrarpolitische Marschroute mit rund 13 Euro pro Kopf und Monat unterstützt.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Kleinwaffen sind kein Spielzeug
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
