Genpatente

Protestaktion am 12. Februar in München gegen Maispatent an DuPont

Am 12. Februar entscheidet das Europäische Patentamt (EPA) in München über ein höchst umstrittenes Patent. Greenpeace-Aktivisten, Misereor und die Regierung von Mexiko haben Einspruch eingelegt gegen ein Mais-Patent des US-Saatgut-Konzerns DuPont. Das Patent umfasst alle natürlichen oder konventionell gezüchteten Maispflanzen mit erhöhtem Ölgehalt - einschließlich der gesamten Produktkette von Speiseöl bis Tierfutter. Doch lokale Gemeinschaften und indigene Völker in Mittel- und Südamerika, der Ursprungsregion des Mais, züchteten diese Sorten und bauen sie bis heute großflächig an. DuPont ignorierte das - ein klarer Fall von Biopiraterie.

Daher protestieren die genannten Organisationen protestieren am Mittwoch, den 12. Februar 2003, ab acht Uhr vor der Zweigstelle des Europäischen Patentamtes Bayerstr. 34 in München (Nähe Hauptbahnhof). Sie wollen darstellen, wie sich das Patent auf die Nutzung der agrarischen Vielfalt in Mexiko und Peru auswirkt, wie sich Biopiraterie mit ihren negativen Folgen für die Bauern verhindern lässt und wie die Bio-Patentrichtlinie der EU und das TRIPS-Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) verändert werden müssten, um negative Folgen zu vermeiden.

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