Irak-Krieg

Hilfe für die irakische Bevölkerung

Am Mittwoch, dem 26. März 2003, startet ein Transport mit 20 Tonnen Hilfsgütern für die Flüchtlinge aus dem Irak. Begleitet wird der LKW von zwei ASB-Mitarbeitern, die in Syrien den Flüchtlingen aus dem Irak helfen und, so bald es möglich ist, in den Nordirak gehen wollen, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Die drei Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, WORLD VISION Deutschland und Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben auf Anforderung des UNHCR dringend benötigte Zelte, eine überall einsetzbare Notfallambulanz des ASB Lüneburg mit medizinischen Geräten, Liegen, Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial zur Versorgung von 35.000 bis 50.000 Menschen für zwei Monate sowie mehr als 4.000 Wasserkanister, 1.000 Plastikplanen, 64.000 Wasserentkeimungstabletten, 1.000 Hygienepakete und zwei Paletten Duschgel zusammengestellt. Ziel der Reise ist Syrien.

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat am Mittwoch in den frühen Morgenstunden zwei Lastwagen mit zehn Tonnen medizinischen Hilfsgütern von Amman nach Bagdad geschickt. Neben Nothilfe-Kits für 300 Operationen liefert die Organisation Medikamente und Nahrungsmittel sowie Materialien zur Wasser- und Sanitärversorgung. Seit vergangenem Samstag unterstützt ein Team von Ärzte ohne Grenzen in der irakischen Hauptstadt Bagdad das Personal des 250-Betten Krankenhauses "Al Kindi" im Nordosten der Stadt. Ein Chirurg, ein Anästhesist sowie ein Notfallmediziner werden den irakischen Kollegen auch in den kommenden Tagen zur Seite stehen, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Darüber hinaus hat die Organisation medizinisches Material zur chirurgischen Behandlung von Verletzten zur Verfügung gestellt.

CARE bereitet unterdessen ein Flüchtlingscamp in Jordanien vor. Bei Ankunft der irakischen Flüchtlinge in einem Lager in Ruweished nahe der Grenze wird CARE täglich bis zu 100.000 Brotfladen verteilen, 1.3 Tonnen Kartoffeln, 330 Kilo Tomaten, 650 Kilo Zwiebeln und zahlreiche andere Nahrungsgüter. Auf dem Gelände wurden von einer norwegischen Organisation 80 Latrinen aufgebaut. Die Organisation OXFAM installiert gerade zwei Wassertanks, die je 4.000 Liter fassen.

"Wir sind froh, in dieser Gegend überhaupt Wasser gefunden zu haben", sagt Manolo Bertran von OXFAM. Bis die Tanks funktionieren, bringt CARE täglich 30.000 Liter Wasser in Flaschen zum Camp. Das wiederum schafft ein neues Logistikproblem: Wo und wie diese entsorgen? "Was immer wir hierher transportieren, muss auch wieder abtransportiert werden", sagt CARE-Logistiker Jim Sorenson. "Die leeren Flaschen werden gesammelt und recycelt. Das geht nur nach dem Tausch-Prinzip. Wer keine leere Flasche mitbringt, bekommt auch keine volle."

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