Patente auf Leben
Protest gegen Patent-Gesetz des Bundesjustizministeriums
Bei bestimmten Untersuchungen spielten Erbinformationen eine große Rolle. "Viele Firmen wollen das ausnutzen und mit Patenten auf Kosten der Patienten abkassieren. Das geplante Patentgesetz darf nicht verabschiedet werden. Wir fordern alle Kirchentagsbesucher auf, sich jetzt an den Protesten zu beteiligen", so Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte von Greenpeace.
"Die belebte Natur ist keine technische Erfindung. Der Respekt vor der Schoöpfung verbietet es, Pflanzen und Tiere und ihre Gene mit chemischen Stoffen oder mechanischen Apparaten gleichzusetzen", sagte Bernd Nilles von Misereor. "Zudem ist es Unrecht, wenn die Konzerne des Nordens die Länder des Südens um ihre biologische Vielfalt betrügen und sich Monopolrechte auf Saatgut und traditionelle Heilpflanzen verschaffen. Der Kirchentag soll deshalb auch zu einem Signal gegen die Ausbeutung des Südens durch Biopiraterie werden."
Greenpeace lädt die Teilnehmer des Kirchentags ein, sich an den Protesten gegen die geplante Legalisierung von Patenten auf Leben durch die Bundesregierung zu beteiligen. Unter dem Motto "Rettet die Currywurst" soll auf die rechtliche Absurdität von Gen-Patenten hingewiesen werden. "Die belebte Natur zu einer Erfindung der Gen-Industrie zu machen, ist ähnlich absurd wie ein Patent auf die Currywurst", sagte Strodthoff. Um die Schwächen der Patentrichtlinien zu verdeutlichen, hatte Greenpeace beim Europäischen Patentamt in München die Currywurst zum Patent angemeldet. Die Industrie hat sich bereits zahlreiche Nahrungspflanzen mit weitreichenden Rechten patentieren lassen.
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Am 28. Mai. 2003 unter:
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« Pharmaindustrie gegen "Positivliste"
Kirchentag ignoriert DDR-Vergangenheit »
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