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Krank, kein Internet, vom Dorf - das wird teuer

Verbraucherschützer warnen

Verbraucherschützer warnen vor zunehmender pauschaler Benachteiligung von Kunden. Wer etwa keinen Zugang zum Internet habe oder krank sei, zahle in vielen Fällen drauf oder bekomme viele Leistungen erst gar nicht, sagte der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, Edda Müller, am Freitag in Berlin.

Diese Ausgrenzung ganzer Gruppen komme zudem durch Datenerhebungen zustande, die für den Verbraucher undurchschaubar seien. So teilten Banken oder Versicherer die Verbraucher anhand erhaltener Daten über Alter, Nationalität, Familienstand oder Anzahl von Umzügen in Risikogruppen ein. So könne passieren, dass ein Verbraucher bestimmte Angebote nicht mehr bekomme, ohne dass er wisse, wie es dazu komme, erläuterte Müller.

Die Verbraucherschützerin kritisierte weiter, dass Firmen für gleiche Leistungen immer häufiger verschiedene Preise verlangten. So vergebe die Citibank inzwischen Privatkredite nach einem Drei-Klassen-System mit unterschiedlich hohen Zinssätzen. Diese lägen je nach Einkommen des Kreditnehmers um über fünf Prozent auseinander.

Höhere Preise müssten häufig auch Menschen in Kauf nehmen, die das Internet nicht nutzen. Zudem hätten sie einen schwereren Zugang zu vielen Dienstleistungen. Dies führe zu einer "digitalen Spaltung" der Gesellschaft. Als problematisch wertete Müller auch, dass die Bahn ihr Angebot im ländlichen Raum ausdünne.

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