Vattenfall
Keine Dividende zu Lasten des Klimas - Ausstieg aus der Braunkohle gefordert
Mit dem Start des europaweiten Emissionshandels hat jede Tonne Kohlendioxid ihren Preis. Deshalb ist es nicht nur umweltpolitisch, sondern auch betriebswirtschaftlich geboten, den Kohlendioxidausstoß drastisch zu senken. Dabei wäre es kurzsichtig, wenn Vattenfall im Vertrauen auf den nationalen Allokationsplan weiter wirtschaftet wie bisher. Denn noch hat die EU den von Deutschland eingereichten Plan nicht akzeptiert - und spätestens in der nächsten Periode könnte der Plan schärfere Regelungen gerade auch für die Braunkohle vorsehen.
In keinem anderen Land der Welt wird soviel Braunkohle abgebaut wie in Deutschland. Vattenfall Europe ist daran wesentlich beteiligt. Im Jahr 2003 hat der Konzern 57 Millionen Tonnen Braunkohle im Tagebau abgebaggert und verstromt, obwohl es wesentlich umweltfreundlichere und effizientere Wege der Stromproduktion gibt. In Braunkohlekraftwerken fallen laut Öko-Institut pro Kilowattstunde Strom rund 1.030 Gramm Kohlendioxid an. Bei modernen Gaskraftwerken sind es hingegen 400 Gramm, bei Strom aus Windkraft sogar nur 19 Gramm.
Nicht allein das Klima muss unter der Braunkohleverstromung leiden. Bis Ende 2002 wurde in Deutschland für den Braunkohletagebau eine Fläche von 1.646 Quadratkilometern verwüstet, davon fast die Hälfte in der Lausitz. Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht. Zahlreiche Menschen verloren ihre Heimat. In ganzen Landstrichen sank der Grundwasserspiegel. Wertvolle Naturschutzgebiete gingen verloren. "Die Internationale Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn hat innovative Wege in eine klimafreundliche Energieversorgung aufgezeigt", sagt Keßler. "Braunkohle ist ein Auslaufmodell. Daraus muss Vattenfall jetzt endlich Konsequenzen ziehen."
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Am 17. Jun. 2004 unter:
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