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Fettleibigkeit verschlingt jährlich 71 Milliarden Euro

Erhöhte Kosten durch Übergewicht

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Fettleibigkeit. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) zeigte sich am Mittwoch in Berlin alamiert über den dramatischen Anstieg von übergewichtigen Mädchen und Jungen. Acht Prozent der Kinder und Jugendlichen seien fettleibig. Besonders betroffen seien Kinder aus sozial schwachen und Migrantenfamilien, betonte Künast. Die Folgekosten, die durch die Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten insgesamt entstünden, lägen derzeit jährlich bei 71 Milliarden Euro, sagte die Ministerin.

Gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft, Sportvertretern und Kinderärzten will Künast möglichst bis Ende Juni eine Plattform gründen, um den "Teufelskreis Übergewicht" zu durchbrechen und "eine neue Ernährungsbewegung in Deutschland" zu starten. Neben chronischen Krankheiten litten viele Kinder durch ihr Übergewicht auch unter ihrer sozialen Isolation. Durch gemeinsame Projekte und eine Bündelung von Finanzmitteln will sich Künast flächendeckend gegen Übergewicht bei Kindern einsetzen.

Beispiele seien die Förderung von Schulküchen, kostenlose Ernährungsberatung für Schulen oder auch die Einbindung des Themas Ernährung in den Sportübungsleiterschein. Außerdem sollten Kinder in der Schule etwas über die Zubereitung von Speisen lernen, forderte Künast. Die Lebensmittelindustrie solle kooperieren, indem sie die Zusammensetzung von ungesunden Produkten überdenke. Künast plädierte außerdem erneut dafür, Werbung für Lebensmittel ehrlicher zu gestalten.

Grund für die starke Zunahme von übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sei die Veränderung des Lebensstils. Parallel zu immer weniger Bewegung konsumierten die jungen Leute moderne Lebensmittel, die zu viel Fett und Zucker enthielten. So komme es zu einer Schieflage bei der Energiebilanz, da viel mehr Kalorien eingenommen als verbraucht würden.

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