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Bundeswehr streicht Condor-Pilot Mölders als Traditionsnamen

Jahre nach Bundestagsbeschluss

Der unter den Nationalsozialisten hochdekorierte Jagdflieger Werner Mölders (1913-1941) ist nicht länger Namensgeber für Bundeswehreinheiten und -einrichtungen. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) habe entschieden, die "Werner Mölders Kaserne" im niedersächsischen Visselhövede und das in Neuburg an der Donau stationierte Jagdgeschwader 74 "Mölders" umzubenennen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Mit der Umbenennung zieht Struck die Konsequenz aus einem Bundestagsbeschluss von 1998.

Mölders war unter anderem Pilot bei der Legion Condor, die im spanischen Bürgerkrieg den putschenden General Francisco Franco im Kampf gegen die Spanische Republik unterstütze. Berüchtigt wurde die Legion Condor durch den Bombenangriff auf die baskische Stadt Guernica am 26. April 1937.

Es war der erste Auslandseinsatz der neuen NS-Reichsluftwaffe und der erste vernichtende Luftangriff auf ein ziviles Flächenziel in der Militärgeschichte. Wieviele Flugzeuge an diesem Angriff beteiligt und wieviele Opfer nach dem dreistündigen Bombenangriff zu beklagen waren, konnte bis heute nicht geklärt werden. Der Luftangriff verhalf dem spanischen Diktator General Franco an die Macht.

1940 mit dem Ritterkreuz dekoriert, erhielt Mölders nur ein Jahr später für seine über 100 Abschüsse als erster Soldat der Wehrmacht die Brillanten dazu.

Das Parlament hatte vor dem Hintergrund des 60. Jahrestages der Bombardierung von Guernica entschieden, für Bundeswehreinrichtungen keine Namen der Condor-Angehörigen mehr zu verwenden.

Vor der nun getroffenen Entscheidung führte Struck den Angaben zufolge Gespräche mit Vertretern der Luftwaffe, mit der Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Jagdgeschwaders 74 und einem Mitglied der Familie Mölders.

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