Studienfinanzierung
Studentenwerk fordert BAföG-Ausbau
Anders als bei Studiengebühren betrage die Schuldenlast eines Studenten bei BAföG höchstens 10.000 Euro, sagte Rinkens. Das sei am Ende des Studiums eine "vertretbare Belastung". Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) habe für ein monatliches Darlehnen von 650 Euro für ein Studium von acht Semestern 31.200 Euro Schulden errechnet. Diese seien mit monatlichen Zahlungen von 184 Euro über 25 Jahre zu tilgen.
BAföG-Empfänger sollten grundsätzlich von Studiengebühren befreit werden, forderte das Studentenwerk. Für Studierende, die knapp aus dem BAföG herausfielen, müssten die Gebühren einkommensabhängig gestaffelt werden. Nur so könne ein drohendes "Mittelstandsloch" in der sozialen Zusammensetzung der zwei Millionen Studierenden in Deutschland verhindert werden, erklärte Rinkens. BAföG ermögliche jungen Menschen aus einkommensschwachen Haushalten das Studieren "überhaupt erst". Es dürfe nicht "kaputt gespart" werden, forderte Rinkens.
Nach der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks erhalten derzeit 67 Prozent der Studierenden aus einkommensschwachen und 47 Prozent aus Mittelstands-Familien BAföG. Nach dem BAföG-Bericht der Bundesregierung bezogen 2003 94.000 mehr Bedürftige als noch im Jahr 2000 die Ausbildungsförderung. Die Bundesregierung habe wie schon letztes Jahr angekündigt, die Einkommensfreibeträge und Bedarfssätze zu erhöhen. Das sei nun dringend, denn seit 2001 sei das BAföG nicht aufgestockt worden.
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Am 16. Feb. 2005 unter:
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