60 Jahre Atomwaffen
Krebstote durch oberirdische Atomtests
Vor fast 60 Jahren, am 16. Juli 1945, wurde in Alamogordo in der Wüste Neumexikos in den USA mit "Trinity" die erste Plutoniumbombe gezündet nach der Wasserstoffbombe auf dem Bikiniatoll im Vorjahr. Nach Informationen der IPPNW haben seitdem die fünf Atomwaffenstaaten USA, UdSSR, Frankreich, Großbritannien und China 2.045 Atomwaffentests in der Atmosphäre und unterirdisch durchgeführt. Bis 1998 habe es alle anderthalb Wochen einen Test gegeben. Indien und Pakistan hätten zusätzlich zwölf Tests durchgeführt. Dabei hätten vorallem die oberirdischen Tests für sogenannten radioaktiven "Fallout" gesorgt.
Die IPPNW verweisen unter anderem auf Ergebnisse der Europäischen Kommission für Strahlenrisiken (ECRR). Laut diesen sind neben den 61,7 Millionen Erwachsenen auch 1,5 Millionen Kinder und 1,9 Millionen Babys im Mutterleib durch die künstliche Strahlung umgekommen. Die Wissenschaftler vom ECRR gehen laut IPPNW außerdem davon aus, dass die zivile Atomkraftnutzung in den letzten Jahren bald für einen weiteren Anstieg von Krebs und anderen Krankheiten sorgen wird.
Die gegenwärtige Situation ist nach Ansicht der Mediziner auch aus anderen Gründen besonders gefährlich. Durch die Forschung der USA an "Bunker-Bustern" und "Mini-Nukes" entstünde ein Arsenal an Atomwaffen, dass vorrangig zum Einsatz und nicht zur Abschreckung gedacht sei. Staatschefs und Militärs würden daher zu der Annahme verleitet die Atomwaffeneinsätze seien kontrollierbar und die Hemmschwelle sie einzusetzen würde sinken.
Währenddessen gibt es laut IPPNW immer mehr Staaten die Atomwaffen bauen wollen, da sie sich dadurch Sicherheit vor den Atommächten versprechen. Nach Informationen der IPPNW gibt es zur Zeit noch 28.000 Atomwaffen mit zusammengenommen 7500 Megatonnen Sprengkraft. Die Zerstörungskraft dieser Waffen reiche für die mehrmalige Vernichtung allen Lebens auf der Erde und entspreche 2500 zweiten Weltkriegen.
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Am 14. Jul. 2005 unter:
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