Ohne Studium und Doktorarbeit

Fischer will angeblich Professor in den USA werden

Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) will einem Bericht des "Stern" zufolge "als Professor" in die USA gehen. Das Hamburger Magazin berichtete unter Berufung auf das Umfeld des Grünen-Politikers am Dienstag vorab, dass Fischer "unter größter Geheimhaltung" Verhandlungen über eine Gastprofessur an einer amerikanischen Elite-Universität geführt habe. Seit längerem hätten ihm Anfragen aus Princeton in der Nähe von New York und Harvard im US-Bundesstaat Massachusetts vorgelegen, heißt es in dem Bericht weiter. Fischer könne kein Abitur vorweisen und sei nie regulär an einer Universität eingeschrieben gewesen. Er verhandele zudem noch mit einem US-Forschungsinstitut über eine Mitarbeit im Bereich der Außenpolitik.

Fischer wird seine neue Karriere allerdings laut "Stern" wohl nicht in allernächster Zeit starten. Er arbeite gerade intensiv an einem Buch über seine Amtszeit als Außenminister, das Anfang 2007 erscheinen solle. Seine Frau Minu und deren Tochter will Fischer den Angaben zufolge in die USA mitnehmen.

Fischer hatte jüngst seinen Rücktritt als Mitglied des Grünen-Parteirates erklärt. Nach Darstellung des Hamburger Blattes geht die Parteiführung davon aus, dass er demnächst auch sein Bundestagsmandat zurückgeben wird.

Am Beginn von Fischers Karriere als Außenminister stand 1999 der NATO-Krieg gegen das damalige Jugoslawien. Der Angriffskrieg an der Seite der USA führte damals zu heftigen Diskussionen in seiner Partei und in der noch jungen rot-grünen Koalition. Bei den darauffolgenden Abstimmungen im Deutschen Bundestag stimmten die Grünen regelmäßig für Auslandseinsätze der Bundeswehr.

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