Gorleben
2007 angeblich keine Castor-Transporte möglich
Die zuständige Gesellschaft für Nuklear Service könne den Auftrag für den Bau neuer Behälter erst dann erteilen, wenn das Bundesamt für Strahlenschutz die neue Generation genehmige, hieß es weiter. Eine Lieferung bis 2007 sei dann nicht mehr möglich. Für einen Castor-Transport in diesem Jahr werden derzeit im französischen La Hague zwölf Behälter der alten Generation beladen.
Atommüll-Transport von La Hague nach Gorleben genehmigt
Für 2006 hatte das Bundesamt für Strahlenschutz am 5. Mai einen Atommüll-Transport von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich nach Gorleben genehmigt. Die Genehmigung umfasst laut Bundesamt den Transport von 12 Behältern mit HAW-Glaskokillen von der Atomfirma Cogema in La Hague zum Transportbehälterlager (TBL) Gorleben. Die Genehmigungsvorraussetzungen lägen vor.
Durch Auflagen werde "sichergestellt", dass die international festgelegten Grenzwerte für radioaktive Kontaminationen der Oberfläche der Transportbehälter eingehalten werden. "Dazu wurden Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung, Kontaminationskontrolle, Transport-Dokumentation und Meldepflichten festgelegt", schreibt die Bundesbehörde in einer Stellungnahme. Auch bei diesem Transport würden - wie bereits bei früheren Transporten mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung - Behälter vom Typ CASTOR HAW 20/28 CG eingesetzt.
Die Genehmigung gelte bis zum 31. März 2007. Wann der Transport tatsächlich rollt, liegt nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz bei der Genehmigungsinhaberin, der Nuclear Cargo + Service GmbH. Der konkrete Transporttermin müsse mit den Innenministerien der vom Transport berührten Länder vor Transportbeginn abgestimmt werden.
Seit dem 30. Juni 2005 dürfen laut Atomgesetz keine Transporte mit abgebrannten Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken mehr in die Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) erfolgen. Die Rücktransporte von HAW-Kokillen aus der WAA in La Hague nach Gorleben sollen bis 2010 abgeschlossen sein.
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