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Seehofer bezeichnet Allergien als "Volkskrankheit"

"Neuartige Lebensmittel"

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer will sich mit einem nationalen Allergieplan um Krankheiten wie Neurodermitis, Heuschnupfen und Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln kümmern. Er bezeichnete Allergien als "Volkskrankheit". Studien würden bestätigen, dass Allergien in den letzten Jahrzehnten "weltweit dramatisch zugenommen" haben. So habe sich beispielsweise allein in den 1980er Jahren die Anzahl der allergischen Bronchialasthmatiker in Europa verdoppelt. In Dänemark habe sich das Auftreten der Hautkrankheit Neurodermitis bei jüngeren Menschen nahezu verdreifacht. Bei Seehofers Plan geht es darum Daten zu sammeln und zu veröffentlichen, um die Kennzeichnung und theoretisch auch um Verbote von allergieauslösenden Stoffen.

Der nationale Allergieplan sieht laut Seehofer vor, das Datenmaterial über allergieauslösende Stoffe zu sammeln und den Bürgerinnen und Bürgern auf einer verbraucherpolitischen Plattform des Bundesverbraucherministeriums zugänglich zu machen. Insbesondere Forschung und Erkenntnisse des Bundesinsituts für Risikobewertung seien hier künftig einsehbar.

Das Ministerium will "prüfen, ob ein Gesetz notwendig ist", das eine Kennzeichnungspflicht oder ein Verbot allergieauslösender Stoffe vorsieht. Gespräche hierüber werde das Verbraucherministerium mit dem Gesundheits- und dem Umweltministerium führen. Zudem soll die Wirtschaft "stärker in die Pflicht genommen" werden, allergene Stoffe in Lebensmitteln, Kleidung, Arbeitsprozessen zu vermeiden oder zu kennzeichnen.

Die Verbraucher sollen so "die Möglichkeit bekommen, allergieauslösende Stoffe zu erkennen und den Kontakt zu vermeiden". Dies erfordere auch, weitere Testverfahren zur Allergieauslösung zu entwickeln. Gerade für neuartige Lebensmittel müssten geeignete Methoden entwickelt werden.

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