Nachtflugbetrieb
Umweltbundesamt warnt vor Gesundheitsfolgen von Fluglärm
Die epidemiologische Studie hat die Epi.Consult GmbH Bremen durchgeführt. Anlass für die Studie waren der Behörde zufolge unter anderem Beobachtungen einer Gruppe von Ärztinnen und Ärzten. In ihren Praxen habe die Zahl der Patientinnen und Patienten zugenommen, die über psycho-vegetative Störungen wie Herzbeschwerden, Nervosität und Leistungsminderung geklagt hätten. Die Mediziner hätten vermutet, dass diese in ihren Praxen gehäuft auftretenden Befunde sowie Fälle des Bluthochdrucks auf den Nachtflugverkehr des Flughafens zurückgehen könnten.
In der epidemiologischen Studie wurden den Angaben zufolge mögliche Zusammenhänge zwischen Fluglärm und Arzneimittelverschreibungen durch niedergelassene Ärzte im Umfeld eines Flughafens untersucht. Im Vergleich mit Patientinnen und Patienten, die keinem nächtlichen Lärm ausgesetzt gewesen seien, haben sich im Bereich des Flughafens offenbar "deutlich erhöhte Verordnungsraten und Verordnungsmengen bestimmter Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung, zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen, zur Beruhigung (Tranquillizer) sowie zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva)" gezeigt.
Bei weiblichen Versicherten seien die Befunde ausgeprägter gewesen als bei männlichen. Zum Teil seien sie - im Fall von Tranquillizern und Antidepressiva - auch auch nur bei Frauen vorzufinden gewesen.
"Es zeigte sich eine ausgeprägte Abhängigkeit zwischen der Intensität und der zeitlichen Einwirkung des Fluglärms", teilte das Umweltbundesamt mit. "Für diejenigen, die von nächtlichem Fluglärm zwischen 3 und 5 Uhr belastet wurden, waren die stärksten Erhöhungen der Verordnungshäufigkeit und des Verordnungsvolumens der verschiedenen Arzneimittelgruppen nachweisbar."
Die Studie lege "Zusammenhänge zwischen Fluglärm und den die Herzgefäße betreffenden - so genannten kardiovaskulären - sowie psychischen Erkrankungen" nahe. Ein kausaler Beweis sei dies nicht, so die Behörde. Das ist allerdings auch normal bei epidemiologischen Studien.
Die Ergebnisse stützen nach Angaben der Umweltbundesamt "Untersuchungen aus dem Ausland, die ebenfalls darauf hinweisen, dass Fluglärm Bluthochdruck sowie Herz- und Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen kann".
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 23. Feb. 2007 unter:
nachrichtenStichworte:
« Bremer Verfassungsschutzchef bestreitet Fälschungen im Fall Kurnaz
10 Milliarden Euro höhere Steuereinnahmen als geplant »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
