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Getötete Afghanistan-Geisel war offenbar aus wirtschaftlicher Not in Afghanistan

Witwe vermutet Fluchtversuch

Die Witwe der ermordeten deutschen Afghanistan-Geisel Rüdiger D. glaubt an einen Fluchtversuch ihres Mannes, der trotz der Gefahren aus wirtschaftlicher Not dort tätig gewesen sei. "Mein Mann war kein Feigling", sagte die 41-jährige Martina D. der Illustrierten "Bunte". "Wahrscheinlich wollte er vor seinen Entführern fliehen oder hat versucht, sich gegen sie zu wehren. Dabei haben sie ihn erschossen."

Dass ihr 43-jähriger Ehemann aufgrund seiner Diabetes zusammengebrochen sein könnte und deshalb erschossen wurde, glaubt sie nicht: "Es ging ihm in Afghanistan sehr gut, er hatte ausgezeichnete Zuckerwerte." Die Obduktion hatte ergeben, dass der Bauingenieur zunächst einen Kreislaufkollaps erlitt und dann durch zwei Schüsse getötet wurde.

Ihr Mann und sie seien sich der permanenten Gefahr bewusst gewesen. "Ich hatte Angst, er hatte Angst", sagte Martina D. dem Magazin. In Afghanistan habe der Ingenieur aus wirtschaftlicher Not gearbeitet, weil in Deutschland die Aufträge ausgeblieben seien. Sein Tod habe sie zum Sozialfall gemacht. Sie und ihr Sohn lebten heute von "Hartz IV".

Nun hofft die Martina D. auf die baldige Freilassung von Rudolf B., der am 18. Juli zusammen mit ihrem Mann entführt worden war und noch immer festgehalten wird. Sie wünsche B., der ein guter Freund ihres Mannes gewesen sei, "dass er es schafft und er schnell befreit werden kann." Er sei ja auch der einzige, der ihr erzählen könnte, "was wirklich passiert ist".

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