"Handwerk des Arztes"

Bundesärztekammerchef fordert gesetzliches Verbot von Sterbehilfe

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg Dietrich Hoppe, fordert ein gesetzliches Verbot aktiver Sterbehilfe. Er kritisierte am 21. November im RBB-Inforadio das Vorhaben der Organisation Dignitate, einem Ableger des Schweizer Vereins Dignitas, lebensmüden Patienten bei der Selbsttötung zu helfen. "Töten gehört nicht zum Handwerk des Arztes und der Ärztin und Beilhilfe auch nicht, das ist seit Hippokrates so", sagte Hoppe. Die Menschen müssten wissen, dass Ärzte für das Leben einträten. Zwar sei es die Aufgabe von Medizinern, "unnötiges Leid zu verhindern, nicht aber den Tod zu bestimmen".

Zuvor hatte bereits der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, das Vorhaben des Schweizer Sterbehilfevereins Dignitas, in Deutschland Präzedenzfälle für Sterbehilfe zu schaffen, als "gezielten Rechtsbruch" bezeichnet.

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