"Profitstreben in Kinder- und Jugendhilfe"
Von der Leyen will angeblich Kinderbetreuung stärker privatisieren
Bei Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Linkspartei stoßen die Privatisierungspläne auf massiven Widerstand. Sie sehen darin einen "Paradigmenwechsel" und ein "Einfallstor" zur Kommerzialisierung der Jugendhilfe. Auch der Koalitionspartner SPD meldet massive Bedenken an. "Wir sehen das sehr kritisch.", sagte SPD-Fraktionsvize Christel Humme der Zeitung. Die Pläne würden zu schweren "Verwerfungen" in der gemeinnützigen Trägerlandschaft führen.
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) kritisierte unter Verweis auf die gewinnorientierte Ausrichtung privater Träger: "Man muss sich dann schon fragen, wer von den Eltern das dann noch bezahlen kann und wer nicht." Zudem müsse man überdenken, ob eine Privatisierung der Kinderbetreuung nicht der politischen Intention der Gebührenfreiheit entgegenstehe.
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Klaus Ernst, sagte, Ministerin von der Leyen versuche durch die Hintertür, "Profitinteressen in der Kinder- und Jugendhilfe Tür und Tor zu öffnen". Das wäre ein Dammbruch und müsse verhindert werden. "Profitstreben hat in der Kinder- und Jugendhilfe im Allgemeinen und in der Kinderbetreuung im Besondern nichts zu suchen", meint Ernst.
Erfreulicherweise würden nun auch in der SPD die Bedenken gegenüber der geplanten Kommerzialisierung der Jugendhilfe größer, so Ernst. Wer das Prinzip der Gemeinnützigkeit in Paragraph 74 des Sozialgesetzbuches VIII "schleift und damit privat-gewerbliche Träger mit frei-gemeinnützigen Trägern gleichstellt, fördert das Gewinn- und Konkurrenzprinzip in der Jugendhilfe. Die Qualität und Gemeinnützigkeit bleiben auf der Strecke", fürchtet Ernst. Er fürchtet, dass auch der Druck auf die Beschäftigten steigen würde.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 19. Mär. 2008 unter:
arbeitStichworte:
« Bankenverband will mehr "kapitalgedeckte Altersvorsorge"
Kabinett beschließt mehr Wohngeld und erweiterten Kinderzuschlag »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
