stiftung
100 Millionen Euro
Boehringer Ingelheim Stiftung fördert "Lebenswissenschaften" an der Uni Mainz
Zur Errichtung eines so genannten internationalen Exzellenzzentrums für "Lebenswissenschaften" an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stellt die Boehringer Ingelheim Stiftung 100 Millionen Euro zur Verfügung. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte am Freitag (6. Februar) in Mainz, das Land stelle zusätzlich 30 Millionen Euro bereit, um den "äußeren Rahmen" der Forschungseinrichtung zu schaffen.
Bundesweite Beflaggung zum "Tag der Heimat"
Kabinett macht Weg für Vertriebenen-Stiftung frei
Das von der Bundesregierung angestrebte Dokumentationszentrum in Berlin als "sichtbares Zeichen" gegen Flucht und Vertreibung ist ein wichtiges Stück vorangekommen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch (3. September) einen Gesetzentwurf, mit dem die "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" in der Trägerschaft des Deutschen Historischen Museums (DHM) errichtet werden soll. Zugleich wird das DHM in eine sogenannte selbstständige bundesunmittelbare Stiftung umgewandelt, wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) mitteilte. Die Stiftung werde im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof in Berlin eine Ausstellungs- und Dokumentationsstätte zum Gedenken an Flucht und Vertreibung unterhalten. Flucht und Vertreibung der Deutschen bildeten einen Hauptakzent der Dauerausstellung, hieß es. Einbezogen würden aber auch andere "Flucht- und Vertreibungssituationen in Europa im 20. Jahrhundert, darunter auch jene, die von deutscher Seite veranlasst wurden". Im Sommer 2006 hatte die Vertriebenen-Ausstellung "Erzwungene Wege" in Berlin heftigen Protest in Polen hervorgerufen.
Steueroasen
Liechtenstein will angeblich Stiftungsrecht reformieren
Das wegen der Affäre um Steuerhinterziehungen über liechtensteinische Stiftungen in die Kritik geratene Fürstentum bemüht sich um mehr Transparenz. Regierungschef Otmar Hasler kündigte an, in Steuerfragen künftig kooperieren zu wollen. Die Regierung des Landes beschloss eine "Totalrevision" des über 80 Jahre alten Stiftungsrechts, wie Justizminister Klaus Tschütscher am 20. Februar mitteilte.
Deutsche Stiftung Eigentum
"Chancen und Probleme" des Schutzes von geistigem Eigentum
Am 26. September 2006 veranstaltete die "Deutsche Stiftung Eigentum" im Würth Haus in Berlin einen Kongress über "Chancen und Probleme" des Schutzes von geistigem Eigentum. Nach Auffassung der Stiftung, in deren Kuratorium langjährige Spitzenmanager der deutschen Wirtschaft wie Berthold Leibinger (Trumpf, Deutsche Bank), Hans-Olaf Henkel (BDI), Wolfgang Kaske (Siemens) und Eberhard von Koerber (ABB, Club of Rome, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) versammelt sind, ist der Schutz von geistigem Eigentum "ein unverzichtbares Instrument für eine funktionierende Marktwirtschaft". Das Eigentumskonzept dürfe in Zeiten der Globalisierung "nicht aufgeweicht" werden.
Gegner angeprangert
Delmenhorster Hotelier will Gebäude rechtsextremer Stiftung schenken
Der Streit um den geplanten Kauf eines leer stehenden Hotels in Delmenhorst durch Rechtsextremisten hat sich am Dienstag unerwartet zugespitzt. Der Eigentümer des Hotels kündigte an, die Immobilie der rechtsextremen Wilhelm-Tietjen-Stiftung überlassen zu wollen. Die Rechtsextremisten wollen das Gebäude angeblich als politisches Schulungszentrum nutzen. Der Hotelbesitzer erklärte, dass er mit einer so genannten gemischten Schenkung des seit mehr als einem Jahr ungenutzten Hotels das Vorkaufsrecht der Stadt Delmenhorst aushebeln wolle. Restdarlehen, Schenkungssteuer und Verkauf des Groß- und Kleininventars im Hotel an die rechtsextreme Stiftung würden den eigentlichen Verkaufspreis von 3,4 Millionen Euro ergeben. Den möglichen Kauf des Hotels mit Bürgerspenden und einer Restfinanzierung durch die Stadt werde es nicht geben, sagte der Hotelbesitzer dem Sender Radio Bremen.
Weltfrauentag
AIDS-Stiftung fordert besonderen Schutz für Frauen vor AIDS
Die Deutsche AIDS-Stiftung ruft anlässlich des Weltfrauentages dazu auf, Frauen und Mädchen als besonders verletzliche Gruppe besser vor dem tödlichen HI-Virus zu schützen. Die Benachteiligung von Frauen in vielen Ländern der Erde trage dazu bei, dass sie besonders infektionsgefährdet seien. Der Anteil der betroffenen Frauen weltweit steige weiterhin an. Im südlichen Afrika seien 2005 13,5 Millionen Frauen mit dem HI-Virus infiziert gewesen. Das entspreche einem Anteil von 57 Prozent der HIV-positiven Erwachsenen. Weltweit waren den Angaben zufolge 2005 insgesamt 17,5 Millionen Frauen infiziert - eine Million mehr als im Jahr 2003. Die wachsende Betroffenheit von Frauen mache sich auch in Süd- und Südostasien sowie in Osteuropa und Zentralasien deutlich bemerkbar.
Medizin und HIV
Deutsche AIDS-Stiftung fordert Therapie-Zugang für alle Betroffenen
Aus Anlass der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2004 kritisierte die Deutsche Aids Stiftung am Freitag in Bad Godesberg, dass trotz sinkender Medikamentenpreise viele Betroffene in den weniger entwickelten Ländern keinen Zugang zu antiretroviraler Therapie haben. "Um dies zu ändern, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Deutsche AIDS-Stiftung fordert Politik, Pharmaindustrie, Forschung sowie Hilfsorganisationen zu gemeinsamen Anstrengungen und einer besseren Zusammenarbeit im Kampf gegen AIDS auf", so Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung.
Drei- bis viermal so teuer wie geplant
Friedensstiftung gegen Raketenabwehrprojekt
Der Bundestag soll das geplante neue Luft- und Raketenabwehrsystem MEADS sehr kritisch prüfen. Das forderte die hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung am Dienstag. Die Kosten dafür dürften das Drei- bis Vierfache der bislang genannten Summe von drei Milliarden Euro erreichen, sagte der zuständige Experte der Stiftung, Bernd Kubbig, in Berlin. Er gehe davon aus, dass die geplanten 24 MEADS-Einheiten für die Bundeswehr zwischen zehn und zwölf Milliarden Euro kosten werden. Auch sei das Medium Extended Air Defense System (MEADS) nicht für die neuen Bedrohungen geeignet.
"Vorbildlich"
Vodafone Stiftung spendiert fünf Millionen Euro für Anna Amalia Bibliothek
Der Staat gibt Milliarden für die Aufrüstung der Bundeswehr aus, die Kommunen sind pleite. Die Wirtschaft finanziert Kultur. Der Kanzler hält eine Rede. Die Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek erhält fünf Millionen Euro von der Vodafone Stiftung Deutschland. Mit dem Geld zu sparen sollen in den nächsten fünf Jahren beim Brand Anfang September beschädigte Bücher und Schriften restauriert sowie vernichtete Bände wieder beschafft werden. Die Spende überreichte der Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, Maximilian Schöberl, am Mittwoch in Berlin im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) an den Präsidenten der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen (SWKK), Hellmut Seemann.
Türkei
Verfahren gegen die Menschenrechtsstiftung TIHV in Ankara
Zur Aufnahme eines Verfahrens gegen die Türkische Menschenrechtsstiftung TIHV am 12.11.2003 in Ankara erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Claudia Roth: "Ich hoffe und gehe davon aus, dass die Richter das Verfahren gegen die renommierte türkische Menschenrechtsstiftung rasch einstellen werden. Der Vorwurf an die Stiftung, die Hungerstreikenden in türkischen Gefängnissen unterstützt zu haben, ist absurd. Im Gegenteil: Mitglieder der Stiftung haben als Vermittler alles versucht, um diesen Streiks ein friedliches Ende zu bereiten."
"Täter wachsen nach"
Stiftung startet Kampagne gegen Kindesmissbrauch
Mit einer bundesweiten Aufklärungskampagne gegen Kindesmissbrauch will die Stiftung Hänsel + Gretel stärker für das Thema sensibilisieren. Zusammen mit dem Schauspielerehepaar Susanne Lothar und Ulrich Mühe wurde am Freitag in Berlin die Aktion "Kindesmissbrauch ist kein Märchen" vorgestellt. Barbara Schäfer Wiegand, erste Vorsitzende der Stiftung, sagte: "Auch wenn die Strafgesetze in den vergangenen Jahren verschärft worden sind, Täter zur Therapie genötigt werden und bei schlechter Prognose in Sicherheitsverwahrung kommen, wachsen Täter nach."
Stiftung Lesen
Schon 100 000 machen mit bei "Schnapp dir ein Buch"
Die Aktion "Schnapp Dir ein Buch!" von der Stiftung Lesen ist ein großer Erfolg. Schon 100.000 Kinder und Jugendliche machen mit, wie die Stiftung am Montag in Mainz mitteilte. Die Intitiative richtet sich an Schulen, Bibliotheken und den Buchhandel. An den deutschen Schulen helfe "nur ein echter Befreiungsschlag, damit der Lesespaß eine Chance bekommt", sagte Heinrich Kraibich, Geschäftsführer der Stiftung. Mit Blick auf den ersten Jahrestag der PISA-Studie am 4. Dezember, bei der die deutschen Schüler katastrophal abgeschnitten hatten, fügte Kraibich hinzu, mit von Unternehmen finanzierten Kampagnen wie "Schnapp dir ein Buch!" solle der Staat keineswegs aus seiner Verantwortung entlassen werden. "Im Gegenteil: Wir fordern mehr Unterstützung."
Neugründung
Stiftung für soziale Bewegungen geplant
Am Samstag, den 2. März 2002 soll im Haus der Demokratie in Berlin eine Stiftung zur Förderung sozialer Bewegungen gegründet werden. Die Idee der Stiftung: Viele Aktivitäten sozialer Bewegungen scheitern immer wieder an mangelnden finanziellen Ressourcen. Auf der anderen Seite gelangen viele Aktive oder ehemals Aktive zu kleineren oder auch größeren Vermögen. Viele sind bereit, einen Teil ihres Vermögens einer Stiftung zur Verfügung zu stellen. So ist der Kreis der Gründungsstifter/innen in den letzten Wochen bereits von drei auf acht gestiegen.
Stiftung
Bundesregierung nimmt Zwangsarbeiter-Stiftung in Schutz
Die Bundesregierung nimmt die Zwangsarbeiter-Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" vor Kritik im Zusammenhang mit Wechselkurs-Verlusten beim Umtausch in polnische Zloty in Schutz. Das Bundesfinanzministerium habe als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde entsprechende Vorwürfe intensiv geprüft, sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten. Danach sei das Verhalten der Stiftung nicht zu beanstanden.
Spiegel
Ermittlungen gegen Zwangsarbeiter-Stiftung nach Kurssturz des Sloty
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nach einem Bericht des "Spiegel" wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue gegen den Vorstand der Zwangsarbeiter-Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". Die Bundesstiftung stehe im Verdacht, beim Umtausch von über 1,3 Milliarden Mark in polnische Zloty einen Schaden von mindestens 183 Millionen Mark verursacht zu haben, berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin.
Wahlprognose
Adenauer-Stiftung prophezeit Verlust von Stammwählern
Der Ausgang von politischen Wahlen wird nach Ansicht der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zunehmend schwerer vorhersehbar. Grund dafür sei die stark sinkende Zahl von Stammwählern, sagte der Leiter der Hauptabteilung Innenpolitik und Soziale Marktwirtschaft, Stephan Eisel, am Mittwoch in Berlin. Umfragen der Stiftung von 1990 bis 2001 zufolge verringerte sich der Anteil der Unions-Stammwähler von 19 auf zehn Prozent. Bei der SPD sank der Anteil von 13 auf acht Prozent.
Stiftung "Zurückgeben"
Jahresstipendium und Zuschüsse für Kunstprojekte jüdischer Frauen
Die Stiftung "Zurückgegeben" vergibt 2002 wieder ein Jahresstipendium und Projektzuschüsse an jüdische Frauen, die in Deutschland im Bereich Kunst und Wissenschaft arbeiten. Die Stiftung, 1994 in Berlin gegründet, fördert Arbeitsvorhaben jüdischer Frauen "im Wissen um die Zerstörung der Arbeitsmöglichkeiten von jüdischen Männern und Frauen in der NS-Zeit".
Gekaufte Republik
Kiep-Million stammte offenbar von Norfolk-Stiftung
Das Rätsel um die Herkunft der so genannten Kiep-Million ist möglicherweise gelöst. Die eine Million Mark, die Ex-CDU-Schatzmeister Walter Leisler Kiep im April an die CDU zahlte, entstammt vermutlich der Norfolk-Stiftung, dem ehemaligen Schweizer Schwarzgelddepot der Bundes-CDU. Kiep habe indirekt eingeräumt, 1992 von schweizer Konten der Liechtensteiner Norfolk-Stiftung mit rund 755.000 Mark bedacht worden zu sein, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Dies gehe aus einem Bericht hervor, den ein Wirtschaftsprüfer im Auftrag Kieps für den Untersuchungsausschuss des Bundestages gefertigt habe, schreibt das Blatt.
Gesundheit
Aids-Stiftung kritisiert Kürzung von Sozialleistungen
Die Zahl der Neuinfektionen mit HIV könnte nach Einschätzung der Deutschen Aids-Stiftung in diesem Jahr wieder steigen. Geschäftsführer Ulrich Heide sagte am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2000 in Bonn, aus einzelnen Universitätsambulanzen und Praxen würden deutliche Steigerungen der Neuinfektionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet. Allerdings gebe es noch keine gesicherten offiziellen Zahlen. Bislang infizierten sich in Deutschland pro Jahr rund 2.000 Menschen neu mit dem Virus. In der Bundesrepublik leben etwa 30.000 bis 40.000 HIV-Infizierte und etwa 5.000 bis 6.000 Menschen mit Aids. Erschwert worden sei die Arbeit der Stiftung durch die zunehmende Kürzung von Sozialleistungen sowie falsche Entwarnungssignale zum Thema Aids.
NS-Zwangsarbeiter
Wirtschaft zahlte erst 3,9 Milliarden Mark an Stiftung
Für die Entschädigung der früheren NS-Zwangsarbeiter hat die deutsche Wirtschaft erst 3,9 Milliarden Mark auf das Konto der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" überwiesen. Der restliche Betrag von 1,1 Milliarden Mark werde "in Kürze der Bundesstiftung zur Verfügung gestellt", teilte der Sprecher der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, Wolfgang Gibowski, am Montag in Berlin mit. Nach seinen Angaben sollen die Zinsen in Höhe von 100 Millionen Mark in dieser Woche auf das Konto der Stiftung eingezahlt werden.
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