Commerzbank und Deutsche Bank planen Fusionen mit ausländischen Partnern

Großbanken

Die deutsche Bankenlandschaft steht offenbar vor einer der größten Veränderungen ihrer Geschichte. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" planen die Commerzbank und die italienische Bank Unicredito eine Vollfusion. Die weltweit führende Deutsche Bank verhandele mit der britischen Barclays Bank über eine Fusion oder Übernahme, meldete die Zeitung am Samstag.

Die Planungen für die Fusion der Commerzbank mit der Unicredito seien weit gediehen und laut Insidern nahezu perfekt, schreibt das Blatt weiter. Spätestens bis zum 10. September solle der Mega-Deal vorgestellt werden. Das neue Bankhaus soll seinen Sitz möglicherweise in Brüssel haben, heißt es weiter. Chef werde der Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Müller. Es werde derzeit unter Hochdruck nach einem neuen Namen für das deutsch-italienische Geldhaus gesucht.

"Wenn der Deal mit der Commerzbank und Unicredito klappt, dann müssen wir dem etwas dagegensetzen", zitiert die Zeitung einen Manager der Deutschen Bank - eine gängige Begründung, um eigene Fusionspläne in der Öffentlichkeit und gegenüber den schwachen Wettbewerbsbehörden zu verkaufen. Die Frankfurter Großbank verhandele derzeit intensiv mit der Barclays Bank. Das Londoner Traditionshaus konzentriert sich auf das Filialgeschäft und ist stark bei Kreditbanken.