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AUFRUF "Christinnen und Christen für die Elbe 2002"

Schutz der Elbe vor Ausbau

Bischöfinnen, Bischöfe, Superintendenten und Pastoren rufen Politiker zur Bewahrung der Elbe als Teil von Gottes Schöpfung auf. Dieser letzte, noch relativ naturbelassene Strom Deutschlands ist derzeit in akuter Gefahr, durch laufende ungeprüfte Strombaumaßnahmen für 200 Millionen Euro in seiner Einmaligkeit zerstört zu werden. Zwar habe sich die Wasserqualität verbessert, aber immer mehr natürliche Sandstrände werden unter Hunderttausenden Tonnen Schottersteinen begraben, heißt es in dem Aufruf.

Bestätigt wird diese Einschätzung von der ARD-Kontraste-Sendung am Donnerstag, die diese Schotterungen als wirtschaftlich unsinnige und ökologisch schädliche Steuerverschwendung darstellte. Zu den 40 Erstunterzeichnern des Aufrufs gehören u.a. Maria Jepsen, Hamburg, Bischöfin der Nordelbischen Kirche; Bärbel Wartenberg Potter, Lübeck, Bischöfin der Nordelbischen Kirche; Albrecht Bungeroth, Gifhorn, Präses der Landessynode der ev.-luth.Landeskirche Hannovers; Volker Kreß, Dresden, Landesbischof der ev. -luther. Landeskirche Sachsens; Helge Klassohn, Dessau, Kirchenpräsident, Evang. Landeskirche Anhalts; Axel Noack, Magdeburg, Bischof, Evang. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Bonn, Professor für Naturwissenschaften, MdB.

In dem Aufruf heißt es wörtlich: „Wir Christinnen und Christen an der Elbe fordern die Bundesregierung auf, umgehend zu handeln, die „Versteinung“ des Sandflusses Elbe und die Abtragung des Magdeburger Domfelsens zu stoppen.“ Es müsse von allen Seiten der Forderung Nachdruck verliehen werden, dass die Schiffe dem Fluss angepasst werden müssten und nicht umgekehrt. Nur eine elbegemäße Schifffahrt erfülle die Kriterien der Nachhaltigkeit und sei für das gemeinsame Haus Europa zukunftsweisend. Die Strombaumaßnahmen an den Ufern der Elbe dürften nicht weiter ohne Gesamtkonzept und ohne unabhängige Prüfung nach überholten Plänen aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts realisiert werden.

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