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Redakteure und Verleger vertagen Verhandlungen

Tarifkonflikt

Die Tarifgespräche für die mehr als 15 000 Redakteure der Tageszeitungen sind am Montag auf den 3. Dezember vertagt worden. Das teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Düsseldorf mit. Zuvor hatten die Verleger ein Angebot von 2,1 Prozent mehr Lohn bei einer gleichzeitigen Senkung des Urlaubsgeldes um 15 Prozent vorgelegt. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Gewerkschaft ver.di lehnten den Vorschlag als "nicht annehmbar" ab, da es einer Nullrunde gleichkomme.

Dagegen betonte der Verhandlungsführer des BDZV, Werner Hundhausen, das Angebot gehe an die Grenze dessen, was den Verlagen zugemutet werden könne. Die wirtschaftliche Situation in den Zeitungsunternehmen sei sehr ernst. Sowohl im vergangenen als auch im laufenden Jahr sei das Anzeigengeschäft jeweils um 30 Prozent eingebrochen.

Begleitet wurden die Tarifverhandlungen von Streiks und zentralen Kundgebungen mit mehreren hundert Journalisten in Dortmund, Düsseldorf und Essen. Insgesamt hatten DJV und ver.di in mehr als 50 Zeitungsredaktionen zu ganztägigen Streiks aufgerufen. Schwerpunkte sollten Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sein.