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Mehr Ärzte haben Behandlungen über Verstorbene abgerechnet

Abrechnungs-Betrug

Die Affäre um Ärzte, die Behandlungen bereits verstorbener Patienten abgerechnet haben sollen, weiter sich aus. Nach Informationen des „Tagesspiegel“ hat nun auch die AOK Berlin eine Liste mit Verdachtsfällen an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) übergeben. Danach sollen Berliner Ärzte in den Jahren 2000 und 2001 in rund 200 Fällen Patienten „behandelt“ haben, die zum Zeitpunkt der Abrechnung bereits verstorben waren. Insgesamt seien 22 Ärzte auffällig geworden, zusätzlich zu den sechs, die die Kasse bereits im Februar an die KV gemeldet hatte.

Allerdings stehe nicht hinter jedem Verdacht auch gleich ein betrügerischer Arzt. Deshalb sei noch die genaue Prüfung durch die KV nötig.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte im Februar die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK), die auf fünfzig verdächtige Ärzte gestoßen war. Sie hatten in rund 100 Fällen für Tote kassiert. Bei 17 Medizinern habe sich der Verdacht des Abrechnungsbetruges so weit bestätigt, dass man deren Daten der Polizei für weitere Ermittlungen übergeben habe, heißt es dem Artikel zufolge von der KV Berlin. Manche dieser Ärzte fänden sich nach KV-Angaben nun auch auf der Liste der AOK. Auch die Techniker-Krankenkasse habe in Berlin zehn derartige Verdachtsfälle ermittelt. Allerdings müsse man sämtliche Angaben erst überprüfen, bevor man konkrete Aussagen treffen könne.

Darüber hinaus sind laut Zeitung auch andere Berufsgruppen in das Visier der Krankenversicherungen geraten. Beispielsweise sei die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) für den Zeitraum vom August 2001 bis März 2003 auf 32 Verdächtige gestoßen. Bei acht von ihnen handele es sich um Ärzte, die anderen seien zum Beispiel Optiker, Psychologen und Masseure.

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