CSU-Generalsekretär fordert "Patriotismus" von Gewerkschaften

Gewerkschaften als Standortnachteil

CSU-Generalsekretär Markus Söder fordert die Gewerkschaften auf, den 1. Mai als "Tag der Besinnung" zu nutzen. Söder sagte am Freitag in München, Ideologie allein schaffe keine Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften müssten nun vielmehr ihrer "patriotischen Verantwortung" gerecht werden.

Der CSU-Generalsekretär mahnte: "Zum Patriotismus gehört mitzuhelfen, dass Deutschland stark wird - und sich nicht durch einen Blockadekurs am Niedergang des Landes zu beteiligen." Die starre Position des Klassenkampfes sei veraltet. Söder fügte hinzu: "Wir wollen mit den Gewerkschaften zusammen um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Aber wir machen es auch alleine, wenn es nicht anders geht."

Der CSU-Politiker kritisierte, die "Gewerkschaftsbosse" entwickelten sich wegen ihrer mangelnden Reformbereitschaft zu einem Standortnachteil für Deutschland. Er betonte: "Der 1. Mai ist kein Tag mehr zum Feiern. Für die fünf Millionen Arbeitslosen ist das ein trauriger Tag." Er sei zwar nicht dafür, den Feiertag 1. Mai abzuschaffen. Dieser werde sich aber "überleben", wenn sich die Gewerkschaften nicht änderten.

Söder fügte hinzu, die Gewerkschaften müssten "wieder glaubwürdig werden". Gegenwärtig seien sie "der brutalste Arbeitgeber". So wären die Gewerkschaften nach den Worten des CSU-Generalsekretärs "die ersten, die eine Ausbildungsplatzabgabe zahlen müssten, weil sie kaum ausbilden". Außerdem stünden einem massiven Personalabbau Erhöhungen der Gehälter der Gewerkschaftsspitzen gegenüber.