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IG BAU sagt "unsozialen Unternehmern" den Kampf an

"Krisenschmarotzer"

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sagt "unsozialen Unternehmern und Krisenschmarotzern" den Kampf an. Der Gewerkschaftsvorsitzende Klaus Wiesenhügel sagte am Mittwoch auf dem Gewerkschaftstag in Bonn, "Unternehmer, die Gewerkschafter aus ihrem Betrieb heraushalten wollen und keine Betriebsratswahlen zulassen, sind unsere Feinde. Und Feinde muss man bekämpfen, bis hin zur Vernichtung."

Noch in diesem Jahr werde eine "schnelle Eingreiftruppe" aufgebaut, kündigte der IG BAU-Chef an. Sie solle gegen Betriebe eingesetzt werden, die sich nicht "an die Spielregeln eines fairen Wettbewerbs halten und ihre Arbeitsnehmer unmenschlich behandeln". Er verwies dabei auf das Vorbild amerikanischer Gewerkschaften, die mit teilweise unkonventionellen Methoden ihren betrieblichen Einfluss geltend machen.

Der Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Frank Dupré, reagierte empört auf die Äußerungen und forderte Wiesehügel auf, "endlich seine undifferenzierte Unternehmerbeschimpfung einzustellen". Die IG BAU müsse damit aufhören, "alle Unternehmer in einen Sack zu stecken und drauf zu hauen".

Die angekündigten "Wild-West-Methoden auf den deutschen Baustellen" bezeichnete Dupré als nicht akzeptabel. Er warnte die Gewerkschaft davor, illegale Maßnahmen zu ergreifen. "Wenn die Gewerkschaft wirklich mit Eingreiftruppen den Baumarkt bereinigen will, beschwört sie das Ende der Sozialpartnerschaft herauf", sagte der ZDB-Präsident.