Importierte Früchte mit Pestiziden belastet

Großbritannien

Nach Angaben der Umweltorganisation Friends of Earth sind täglich bis zu 220 Kleinkinder in Großbritannien zu hohen Mengen an Pestiziden von Obst ausgesetzt. Am schlimmsten sind nach Angaben der Forscher importierte Früchte betroffen. Trotz der generell guten Beobachtung von Pestizidwerten in Obst und Gemüse blieben die Lebensmittel nicht sicher da die Werte von Stück zu Stück erheblich variierten. "Eltern würden schockiert sein, wenn sie wüssten, dass ihre Kinder durch nur einen Apfel oder eine Birne mit gesundheitsgefährdenden Mengen an Pestiziden zu sich nehmen", so Studienleiterin Emily Diamand. Die Umweltgruppe wirft der Regierung vor, das Problem zu kennen, aber dennoch zu wenig dagegen zu unternehmen.

Im Vordergrund der Untersuchungen standen die drei Pestizide Carbendazim, Dithiocarbamat und Phosmet, die in Großbritannien nicht erlaubt sind und nur in importiertem Obst vorkommen. Die beiden Fungizide Carbendazim und Dithiocarbamat stehen im Verdacht die Hormonfunktion zu verändern. Phosmet, ein Organophosphat-Insektizid, steht im Verdacht das Nervensystem anzugreifen. Außerdem ist Phosmet ein potenzielles Karzinogen.

Die Experten wie Andrew Watterson befürchten, dass die Chemikalien zwar nicht unmittelbar schädliche Wirkung entfalten, allerdings auf längere Zeit hin gefährlich werden können. "Es ist viel zuwenig darüber bekannt, welche Langzeitfolgen diese Stoffe haben", meint Studien Co-Autor Watterson von der Stirling University.

Nach Ansicht der Food Standards Agency sind die Werte "aus der Luft gegriffen".