Europa-Hauptquartier der US-Armee zieht nach Wiesbaden

"Enorme Aufwertung"

Die USA wollen das Hauptquartier ihrer europäischen Landstreitkräfte in den kommenden Jahren von Heidelberg in den Raum Wiesbaden verlegen. Entsprechende Pläne bestätigte eine Militärsprecherin am Dienstag in Heidelberg. Das Vorhaben sei Teil einer umfassenden Neuordnung der in Europa stationierten Einheiten. Im Zuge dessen soll die Truppenstärke auf dem Kontinent von derzeit 62.000 auf 24.000 Mann reduziert werden.

Der Plan für eine Verlegung des Hauptquartiers war bereits vor Monaten durch einen Artikel in einer US-Soldatenzeitschrift in Ansätzen öffentlich geworden. Inzwischen haben sich die Pläne konkretisiert. Neben der Verlegung des Heidelberger Stützpunktes will die US-Armee die Zahl ihrer Hauptverwaltungsbezirke in Europa von 13 auf 4 reduzieren. Zu diesen sollen neben Wiesbaden das bayerische Grafenwöhr sowie Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz und das italienische Vincenza gehören.

Die US-Armee geht davon aus, dass sich mit der Neuordnung auch die Zahl der Kasernen in Europa erheblich reduziert und zwar von heute 236 auf dann 88. Als Zeitraum für die geplanten Veränderungen hat das Militär fünf bis zehn Jahre ins Auge gefasst.

Hessens Landesregierung zeigte sich erfreut über die Entscheidung für Wiesbaden. Regierungssprecher Dirk Metz sprach von einer "enormen Aufwertung" der Landeshauptstadt und Hessens. Die guten Kontakte der Landesregierung zur amerikanischen Seite hätten sich ausgezahlt.

Kleine Anmerkung der Redaktion:

In der Spielbank Wiesbaden gab es auch Mobbing-Vorwürfe und entsprechende Gerichtsverfahren.