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Kostenlose Radioaktivitäts-Messung von Pilzen, Waldfrüchten und Wildfleisch

Auch 19 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind nach Angaben des Münchener Umweltinstituts die Folgen von Tschernobyl in Deutschland noch messbar. In den durch Fallout belasteten Regionen, wie beispielsweise im Münchner Umland oder in den Alpen, seien noch immer hohe Werte an künstlicher Radioaktivität in Wildpilzen und anderen Waldfrüchten zu erwarten. "Die Spitzenwerte bei Röhrenpilzen, wie z.B. Maronen- oder Birkenröhrlingen, aber auch bei Semmelstoppelpilzen können im Münchner Umland durchaus noch 1000 und mehr Becquerel pro Kilogramm Frischmasse an Cäsium-137 erreichen" sagte die Physikerin Karin Wurzbacher aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre.

Wildschweine, die sich frei im Wald bewegen könnten und nicht in einem Gehege gezogen würden, könnten noch höhere Belastungswerte aufweisen. Wegen der langen Halbwertszeit von Cäsium-137 von rund 30 Jahren sei eine wesentliche Änderung der Situation auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.

Ein häufiger und üppiger Verzehr von stark belasteten Pilz- oder Wildmahlzeiten kann nach Auffassung des Instituts zur Anreicherung von Radioaktivität im Körper und damit zu einer zusätzlichen Strahlendosis führen. "Unsere Empfehlung bleibt nach wie vor, dass besonders die so genannten Risikogruppen wie Kinder und Schwangere Waldpilze und andere Waldfrüchte aus ihrem Speiseplan streichen und stattdessen auf unbelastete Zuchtpilze zurückgreifen sollten. Auch Wildbeeren, wie beispielsweise Heidelbeeren und Preiselbeeren sollten gemieden werden", so Wurzbacher.

Vor diesem Hintergrund bietet das Umweltinstitut auch zur diesjährigen Pilzsaison für Privatpersonen wieder kostenlose Analysen an. Pilze, Beeren und Wildfleisch können auf künstliche Radioaktivität untersucht werden.

Die Messergebnisse des letzten Jahres können unter www.umweltinstitut.org/messungen als PDF-Datei heruntergeladen werden.