finnland

Sport im Alter

Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern

Das alte Sprichwort: „Wer rastet, der rostet“ trifft auf alle Generationen zu, doch besonders im fortgeschrittenen Alter bewahrheitet es sich noch einmal so richtig. Beim Nordic Walking handelt es sich um eine Sportart, mit der die Ausdauer gefördert wird. Zur Unterstützung dieser Sportart kommen zwei Stöcke zum Einsatz, die beim schnellen Gehen, denn das ist Nordic Walking, den Rhythmus der Schritte unterstützt. Nordic Walking wurde bereits in den 1930er Jahren von Langläufern betrieben. Damals war es unter dem Namen Stocklauf oder Stockgang bekannt und wurde von den Ski-Langläufern mit in das Trainingsprogramm für den Sommer und Herbst aufgenommen, damit sie ihre Ausdauer und Kondition verbessern und in den Wintermonaten bereits mit höheren Trainingseinheiten beginnen konnten.

Atompläne E.ON

E.ON in Finnland

Das finnische Parlament hat gestern mit den Stimmen der Regierungskoalition dem Bau von zwei neuen Atomkraftwerken prinzipiell zugestimmt. Zwei Unternehmen, die je ein Kraftwerk bauen wollen, haben damit grünes Licht erhalten. Bei dem einen Unternehmen handelt es sich um TVO, das aktuell den Atommeiler Olkiluoto 3 bauen lässt. Das andere Unternehmen ist Fennovoima, an dem der Energiekonzern E.ON mit 34 Prozent beteiligt ist.

Votum gegen neues Atomkraftwerk

Dämpfer für Atompläne von E.On in Finnland

Der deutsche Atomriese E.On hat in Finnland offenbar einen Rückschlag erlitten. Das Unternehmen wollte am bereits bestehenden, südfinnischen Atomkraftwerksstandort Loviisa ein neues Atomkraftwerk errichten. Jetzt hat der Stadtrat von Loviisa mit Beschluss vom 9. Mai mehrheitlich gegen den Verkauf von 112 Hektar Land an den deutschen Energiekonzern gestimmt. 16 der 27 Stadtratsvertreter sprachen sich nach Angaben der Organisation Urgewald gegen den Verkauf des Grundstücks aus. Damit brachten sie ein vorläufiges Abkommen zwischen der Stadt und E.On zu Fall.

"Isolation beenden"

Unterwasser-Stromkabel verbindet Finnland mit Baltikum

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs hat am Montag an den Feierlichkeiten zur Inbetriebnahme von "Estlink" teilgenommen, einem Unterwasserkabel, das künftig die Stromnetze Finnlands und der baltischen Staaten verbindet. Das zwischen Estland und Finnland verlaufende Kabel verknüpft das nordische mit dem baltischen Übertragungsnetz. "Bisher waren die baltischen Staaten aus stromtechnischer Sicht eine Insel. Estlink ermöglicht den Stromhandel zwischen den baltischen Staaten und Finnland, so dass der Isolation der Region ein Ende gesetzt wird", so Piebalgs. Die Isolation der baltischen Republiken hätte dringend überwunden werden müssen, um das ordnungsgemäße Funktionieren des Energiebinnenmarktes zu gewährleisten.

Trockenheit

Landwirten sollen stillgelegte Flächen für die Viehfütterung nutzen dürfen

Die EU-Kommission hat am Donnerstag entschieden, den von der extremen Trockenheit betroffenen Landwirten die Nutzung von Stilllegungsflächen zu Fütterungszwecken zu gestatten. Aufgrund der Trockenheit sei es in vielen Regionen zu Futtermittelengpässen gekommen, heißt es zur Begründung. Normalerweise sei die landwirtschaftliche Nutzung von stillgelegten Flächen erst ab dem 31. August gestattet, doch würde das auf diesen Flächen wachsende Futter bei der gegenwärtigen Hitzewelle bis dahin verdorren. Deutschland hatte neben anderen EU-Mitgliedstaaten um eine solche Entscheidung gebeten. Die Kommission will die Entscheidungen in den kommenden Tagen formal erlassen.

Jetzt mit Dampfsperren

Beim Bau des Atomkraftwerks in Finnland soll poröser Beton verwendet worden sein

Medienberichten zufolge wurde beim Neubau des finnischen Atomkraftwerks am finnischen Standort Olkiluoto eine minderwertige Betonqualität verbaut. Dies sei der Grund, warum die Betonierungsarbeiten für das Atomkraftwerk Mitte Januar außerplanmäßig abgebrochen worden seien, wird Projektchef Martin Landtman zitiert. Auch ohne diese Probleme hat der Bau einem Bericht der "tageszeitung" (taz) zufolge schon bisher ein halbes Jahr länger als ursprünglich geplant. Das finnische Atomkraftwerk wird von einem Konsortium der Siemens AG und der französischen Framatome ANP, an der Siemens wiederum beteiligt ist, gebaut. Es handelt sich um den ersten so genannten "Europäischen Druckwasser-Reaktor" (EPR), bei dem verschiedene sicherheitstechnische Schwachstellen der derzeit betriebenen Atomkraftwerke vermieden werden sollen.

Kahlschlag

Protest gegen Urwaldvernichtung vor der finnischen Botschaft

Greenpeace-Aktivisten brachten heute die Urwaldzerstörung aus Finnland nach Berlin. Vor die finnische Botschaft legen die Umweltschützer 15 Kubikmeter Astwerk aus einem abgeholzten Urwald. Auf einem Transparent stand: "Schützt Finnlands Urwälder - kein Papier und Holz aus Urwaldzerstörung". Der Grund für die Aktion: Die finnische Regierung lässt die letzten Urwälder im Norden des Landes weiter abholzen. Seit Anfang Oktober fällt das staatliche finnische Forstamt Metsähallitus nahe des Inari-Sees in Nordfinnland wieder im Urwald. Greenpeace Untersuchungen haben ergeben, dass der Einschlag im Urwaldsogar gesetzlich geschützte Arten zerstört, wie seltene Baumpilze. Deutschland ist Finnlands wichtigster Abnehmer des aus diesem Urwaldholz hergestellten Papiers.

Nicht alles Mist?

Platzeck wirbt für nachdenklicheren Umgang mit dem DDR-Erbe

Der designierte neue SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck wirbt für einen nachdenklicheren Umgang mit der DDR-Vergangenheit. "Die meisten haben mehr als zehn Jahre lang gesagt, das ist alles Mist in der DDR gewesen. Dadurch haben wir viel Frust erzeugt", sagte Platzeck der "Leipziger Volkszeitung". Doch so einfach lägen die Dinge nicht, meint der SPD-Politiker.

Wahlkampf-Thema

Siemens-Manager Pierer für deutlich längere AKW-Laufzeiten

Schon seit Wochen wird das in den Medien zuvor nur wenig diskutierte Thema Atomenergie im Wahlkampf aufgebaut. Die Umweltverbände befürchten, dass die Laufzeiten der Atomkraftwerke in absehbarer Zeit verlängert werden könnten. Andere politische Beobachter spekulieren, es gehe jetzt im Wahlkampf vor allem darum, eine klassische Polarisierung zwischen Regierungsparteien und Unions-Opposition zu inszenieren, um angesichts der wenig unterscheidbaren Parteien die Wähler an die etablierten Parteien zu binden. Profitieren würden von der Diskussion vor allem die Grünen, die auch für eine Koalition mit der Union zur Verfügung stünden. Der neue Wirtschafts-Berater von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU), Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer, trägt nun zu dieser Debatte bei. Im "Handelsblatt" plädierte der langjährige Siemens-Chef für eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke.

Müllexport

Grenzüberschreitende Abfalltransporte künftig besser überwacht

Mehrere europäische Länder werden die Überwachung und die Kontrolle grenzüberschreitender Abfallverbringung verstärken. Das vereinbarten Vertreterinnen und Vertreter aus zehn europäischen Staaten anlässlich eines Treffens im Februar in Berlin. Ziel sind koordinierte gemeinsame Kontrollen, um illegale Abfalltransporte über die Grenzen hinweg zu verhindern. In der Vergangenheit hatten mehrere Kontrollen gezeigt, dass immer wieder die festgeschriebenen Regeln grenzüberschreitender Abfallverbringungen umgangen werden. Diese illegalen Transporte können zu Umwelt- und Gesundheitsproblemen führen.

Videonale 10

Kunstmuseum Bonn zeigt Toulouse-Lautrec und Kunst der 70er Jahre

Das Kunstmuseum Bonn setzt bei seinem Programm für 2005 auf Ausstellungen mit regionalem und überregionalem Profil. Geplant sind unter anderem "Die Kunstszene der siebziger Jahre im Rheinland". Dazu kommen Ausstellungen, die sich dem graphischen Werk von Henri Toulouse-Lautrec und "Le Monde Arabe" widmen, das Festival "Videonale 10" sowie Videoinstallationen für Kinder und Jugendliche.

Romantische Outlaws

Dresdner Staatsschauspiel bringt "Der Mann ohne Vergangenheit" auf die Bühne

Das Dresdner Theaterpublikum war am Samstagabend zu einer doppelten Premiere geladen. Nicht nur das Stück "Der Mann ohne Vergangenheit" feierte seine Uraufführung, auch die Bühne des Kleinen Hauses des Staatsschauspiels wurde nach Umbau und siebenjähriger Pause zum ersten Mal bespielt.

Krisenreaktionskräfte

Europäische Union beschließt Battle Groups

Zur raschen Bewältigung von Krisen sollen die Staaten der Europäischen Union zukünftig gemeinsame Einsatzgruppen, so genannte "Battle Groups", bereit stellen. Darauf haben sich am 22. November die Verteidigungsminister der EU in Brüssel geeinigt. Nach Angaben des deutschen Bundesverteidigungsministeriums geht es darum, "auch militärisch schneller und flexibler bei internationalen Krisen reagieren zu können."

Handy als Einstieg

Noch dieses Jahr über drei Millionen Haushalte überschuldet

Noch in diesem Jahr wird die Anzahl der überschuldeten Haushalte erstmals die Drei-Millionen-Grenze überschreiten und 2005 sogar noch weiter steigen. Davon betroffen sind zunehmend auch Arbeitnehmerhaushalte, denn durch fehlende Lohnerhöhungen und den Wegfall von Überstundenzahlungen stagnieren die Einkommen bei steigenden Lebenshaltungskosten.

Deutsches Schulsystem

Soziale Benachteiligung wird durch frühe Auslese verstärkt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Kultusministerkonferenz (KMK) aufgefordert, endlich die Kernprobleme des Schulsystems anzupacken. "Die KMK muss ihr selbst auferlegtes Tabu brechen und die negativen Folgen der deutschen Schulstruktur zur Kenntnis nehmen. Das Thema gehört jetzt auf die politische Tagesordnung", forderte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Mittwoch mit Blick auf die KMK-Tagung "Qualitätsentwicklung im Bildungswesen", die am Donnerstag in Berlin stattfindet.

Zulässig

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes befürwortet Einwegpfand

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hat gefordert, bei der Ermittlung der Mehrwegquote den Anteil ausländischer Mineralwässer unberücksichtigt zu lassen. Das berichtet die Deutsche Umwelthilfe. Demnach sieht der Generalanwalt die grundsätzliche Zulässigkeit des Dosenpfandes als gegeben. Er habe in seinen Schlussanträgen zudem festgestellt, dass ein Pfandsystem die besten Ergebnisse zur Vermeidung von Littering, zur Erhöhung der Rücklaufquote und zu einer besseren stofflichen Verwertung liefere.

Atomenergie

Neues AKW für Finnland - Eine "schöne Bescherung" von Siemens

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die Vertragsunterzeichnung zwischen dem finnischen Atomkraftwerksbetreibers TVO und der Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Olkiluoto. Siemens ist gleich doppelt am Bau des Atommeilers vom Typ "Europäischer Druckwasser-Reaktor (EPR)" beteiligt: Zum einen ist Siemens am weltweit führenden Atomkraftwerkshersteller Framatome ANP mit Sitz in Paris mit 34 Prozent beteiligt. Framatome baut den nuklearen Teil des Atomkraftwerks. Zum anderen wird die Siemens AG auch die Turbine und den Generators des Reaktors liefern.

"Kein Umschlag aus Kahlschlag"

Deutsche Post verzichtet auf Briefumschläge aus Urwaldholz

Die Deutsche Post hat Briefumschläge aus den Regalen genommen, für deren Herstellung Urwälder in Finnland abgeholzt wurden. Damit reagiert die Post auf die von Greenpeace geforderte Einstellung des Verkaufs dieser Briefumschläge. Als erstes großes Unternehmen in Deutschland zieht die Post damit Konsequenzen aus der fortschreitenden Zerstörung von Urwäldern in Finnland.

Nach Pisa ohne Fortschritt

Lehrer haben immer weniger Zeit für Schüler

Lehrerinnen und Lehrer haben immer weniger Zeit für immer mehr Schülerinnen und Schüler. Das ist das Ergebnis einer Studie der Wissenschaftlerin Gertrud Hovestadt über „Schülerzahlen, Lehrer und Unterricht in den Bundesländern 1992 bis 2001“, wie die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte. In den vergangenen zehn Jahren habe die Zahl zusätzlich eingestellter Lehrkräfte (+ 0,3 Prozent) mit dem Anstieg der Schülerzahlen bei Weitem nicht Schritt gehalten (+ 5,6 Prozent). Gleichzeitig sei bei den Lehrkräften die Arbeitszeit um 2,6 Prozent erhöht worden.

Post bleibt hart

Proteste gegen Briefumschläge aus Urwaldholz

Vor den versammelten Aktionären der Deutschen Post AG in Köln haben Greenpeace-Aktivisten am Donnerstag Vormittag gegen die Zerstörung der letzten Urwälder in Finnland protestiert. Während der Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Zumwinkel entrollten sie in der Köln Arena ein Banner mit der Forderung "Urwälder zu Briefumschlägen - Schluss damit". Die Umweltorganisation wollte damit darauf aufmerksam machen, dass die Post trotz anhaltender Proteste der Umweltschützer noch immer Holz aus den letzten Urwäldern Finnlands für ihre Briefumschläge verwendet.