Deutsche sorgen sich laut Umfrage weniger wegen Finanzkrise als andere Europäer

Wahl Obamas bedeutsam

Die Deutschen sorgen sich angesichts der Finanzkrise offenbar weniger um die Wirtschaft ihres Landes als die Menschen in anderen großen europäischen Staaten. 63 Prozent der Bundesbürger sehen die wirtschaftliche Situation Deutschlands pessimistisch. In Frankreich teilen dagegen 83 Prozent der Menschen diese negative Sicht. Das hat eine internationale Umfrage des Marktforschungsinstituts Harris Interactive ergeben, die am Freitag (19. Dezember) in Paris veröffentlicht wurde.

Auch die Briten, Spanier und Italiener sehen die wirtschaftliche Lage ihrer Länder mit größerer Beunruhigung als die Deutschen. Die US-Amerikaner äußern dagegen deutlich weniger Bedenken. Nur rund die Hälfte von ihnen schätzen die wirtschaftliche Situation der USA pessimistisch ein. Die US-Amerikaner blicken laut Studie insbesondere angesichts der Wahl ihres künftigen Präsidenten Barack Obama optimistischer in die Zukunft als die Europäer.

Die US-Präsidentschaftswahl hatte laut Umfrage jedoch auch in Europa eine besondere Bedeutung für die Menschen. In Deutschland rangiert die Wahl Obamas in der Liste der wichtigsten internationalen Ereignisse des Jahres gleich hinter der Finanzkrise. 48 Prozent der Bundesbürger rechnen der Studie zufolge mit positiven oder sehr positiven Auswirkungen der US-Wahl auf Deutschland.

Harris Interactive machte die Umfrage im Auftrag der internationalen Tageszeitung "The International Herald Tribune" und des französischen Fernsehsenders "France 24". Das Institut befragte dazu zwischen Ende November und Anfang Dezember über 6000 Bürger in Deutschland, Frankreich , Großbritannien, Spanien, Italien und den USA.