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Atomkraftgegner verlangen Kostenaufstellung für Gorleben

Erkundung und Ausbau

Beim Tag der offenen Tür des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) am Samstag wollen Atomkraftgegner die Behörde mit offenen Fragen zum Ausbau des Salzstocks Gorleben konfrontieren. Die Umweltschützer forderten insbesondere eine "präzise Kostenaufstellung", sagte am Dienstag der Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke. "Wie hoch waren die Kosten für die Erkundung, mit welcher Summe schlug der Ausbau zu einem geplanten Endlager zu Buche?" Die Umweltschützer vermuten, dass der Gorlebener Salzstock unter dem Deckmantel der Erkundung bereits seit Jahrzehnten zum Endlager für hoch radioaktiven Atommüll ausgebaut wird. Sie sehen sich durch Aussagen des BfS bestätigt, wonach die Kosten für die Erkundung eines Endlagers bei 400 bis 500 Millionen Euro liegen. In Gorleben wurden bislang aber schon rund 1,5 Milliarden Euro investiert.

Am vergangenen Samstag hatten Hunderte Demonstranten das Endlagerbergwerk in Gorleben gestürmt und für mehrere Stunden besetzt.

Das BfS mit Sitz in Salzgitter richtet den Tag der offenen Tür anlässlich seines 20-jährigen Bestehens aus. Bei der Veranstaltung können sich Besucher beispielsweise über die Strahlenbelastung beim Fliegen informieren oder die Strahlung ihres Handys messen lassen. Außerdem werden Fachvorträge und Besichtigungen des geplanten Endlagers Schacht Konrad angeboten.

Das Bundesamt betreibt die Atommülllager Asse (Niedersachsen) sowie das Atommülllager Morsleben (Sachsen-Anhalt) sowie das "Erkundungsbergwerk" in Gorleben für hoch-radioaktiven Atommüll. Außerdem ist das BfS Genehmigungsbehörde für Atommülltransporte ("Castortransporte").

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