Strom - LEDs ziehen in Haushalte ein

VerbraucherService Bayern im KDFB e.V.

Ob Lichtemittierende Leuchtdiode (LED), Energiespar- oder Halogenlampe, das Angebot an Haushaltslampen in den Geschäften ist groß. „Daher sollte man sich im Vorfeld gut überlegen, welches Leuchtmittel sich für den gewünschten Einsatzbereich am besten eignet“, so Monika Pinzel, Umweltberaterin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). LEDs beispielsweise zahlen sich besonders bei langer Brenndauer aus. Denn die Leuchtdioden erzeugen Licht besonders effizient und sind extrem langlebig. Allerdings gibt es bei diesen Beleuchtungsmitteln auch große Qualitätsunterschiede. Die Umweltberaterin empfiehlt deshalb, sich vor dem Kauf mit Hilfe von Testberichten zu informieren: „Die lange Lebensdauer, mit der Leuchtdioden punkten, wird von manchen minderwertigen Produkten nicht erreicht“. Vergleichende Tests hat Stiftung Warentest im letzten Jahr veröffentlicht.

Neu dabei ist ein Vergleich der Umweltbilanz von Leuchtdioden, Energiespar- und Halogenlampen. Von der Rohstoffgewinnung über den Energieverbrauch während der Nutzung bis hin zur Entsorgung werden Primärenergieaufwand sowie Belastungen für Umwelt und Gesundheit berücksichtigt. Halogenlampen schneiden aufgrund ihres Stromverbrauchs am schlechtesten ab. Die beste Bilanz wurde bei LED festgestellt: Der erhöhte Materialaufwand wird durch die extrem lange Lebensdauer wettgemacht – vorausgesetzt, die ausgedienten Lampen werden – ebenso wie Energiesparlampen – fachgerecht entsorgt und recycelt.

Leuchtdioden haben sich inzwischen als Alternative zu Energiesparlampen etabliert. Sie benötigen wenig Strom und haben eine sehr lange Lebensdauer. Wir informieren, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

LED bedeutet Licht emittierende Diode. In Taschenlampen und als „Spots“ zur punktuellen Beleuchtung wird diese Technologie schon seit längerer Zeit verwendet. Mittlerweile gibt es auch für Haushaltslampen eine Vielzahl an Formen und Farben. Es lohnt sich, beim Kauf genau hinzuschauen.

LEDs als Alternative zu Energiesparlampen

Qualitativ hochwertige LEDs lohnen sich insbesondere bei langer Brenndauer. Hier können Verbraucher trotz der meist höheren Anschaffungskosten langfristig sparen. Denn die Leuchtdioden erzeugen Licht besonders effizient und sind mit vom Hersteller versprochenen und vereinzelt auch nachgewiesenen 25.000 Betriebsstunden extrem langlebig.

Im Dauertest von Stiftung Warentest erreichen zwei LEDs, die im Test 2011 mit „sehr gut“ bewertet wurden, mehr als 25.000 Stunden Brenndauer. Allerdings leuchtet nicht jede LED-Lampe so lange, bei manchen Modellen ging schon vorzeitig das Licht aus.

Leuchtdioden haben gegenüber Energiesparlampen weitere Vorteile.

  • Sie sind schaltfest und erreichen sofort nach dem Einschalten ihr volles Licht.
  • Sie sind kälteresistent und deshalb gut für Außenbereiche geeignet.
  • Sie geben ihr Licht gebündelt ab und eignen sich gut für Strahler.
  • Sie enthalten kein Quecksilber.

Tipp: Informieren Sie sich vor dem Kauf mit Hilfe von Testberichten, wie beispielsweise von der Stiftung Warentest (test 10/2013). Vergleichen Sie insbesondere Leuchtkraft und Brenndauer.

Gute Umweltbilanz bei richtiger Entsorgung

Die Stiftung Warentest hat zudem die Umweltbilanz von LEDs, Energiespar- und Halogenlampen verglichen. Demnach weisen Leuchtdioden die beste Umweltbilanz auf: Der erhöhte Materialaufwand wird durch ihre extrem lange Lebensdauer und ihren geringen Stromverbrauch wettgemacht – vorausgesetzt, die Lampen werden richtig entsorgt und recycelt.

Beachten Sie: Energiesparlampen und LEDs dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden sondern sind an speziellen Sammelstellen abzugeben. Unter www.lightcycle.de finden Sie Sammelstellen in Ihrer Nähe.

Hilfreiche Angaben auf der Verpackung

Leuchtkraft

War beim Kauf von Glühbirnen die Angabe in Watt (W) ein Hinweis auf die Helligkeit einer Lampe, so ist dieser Wert heute wegen der verschiedenen Techniken nicht mehr aussagekräftig. Ein Maß für die Helligkeit ist der Lichtstrom, er wird in Lumen (lm) angegeben. Folgende Angaben geben Ihnen einen groben Richtwert für die Helligkeit von Glühbirnen und Energiesparlampen (ESL) und helfen beim Vergleich:

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe oder auch Farbtemperatur beeinflusst unser Wohlbefinden. Sie wird in Kelvin (K) angegeben. Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Bereiche: Warmweiß: 2.500 bis 3.000 K, geeignet für Wohnräume, vergleichbar mit Glühbirne (2.700 K) Kaltweiß, neutralweiß, tageslichtweiß: 4.000 bis 6.500 K, für Arbeitsbereiche, z.B. Büros

Farbwiedergabe

Jeder hat wohl schon festgestellt, dass Farben je nach Lichtquelle unterschiedlich, teilweise sehr verfremdet wiedergegeben werden. Als Maß für unverfälschte Farbwiedergabe gilt der so genannte Ra-Wert.

Für die Glühbirne mit ihrem kontinuierlichen Lichtspektrum wird ein Ra-Wert von 100 definiert. Die Farbwiedergabe der anderen Leuchtmittel wird auf diesen Wert bezogen. Für den Wohn- und Arbeitsbereich gelten Ra-Werte von über 80 als ausreichend und werden von nahezu allen Leuchtmitteln erreicht.

Energieeffizienz

Wie effizient eine Lampe ist, wird durch das vorgeschriebene EU-Energielabel auf der Verpackung angezeigt. Besonders sparsame Haushaltslampen werden in die Energieeffizienzklasse A++ eingestuft. Die Effizienzklasse C müssen klare Lampen mit ungerichtetem Licht mindestens erreichen, matte Lampen müssen sogar mindestens die Kriterien der Klasse A erfüllen. Lampen mit gerichtetem Lichtstrahl, so genannte Spots, werden in die Klassen A++ bis E eingeteilt.

Übersicht zum Energielabel (Stiftung Warentest)
Informationen zum Energielabel ( Initiative Stromeffizienz)

Weiterführende Informationen:
www.energieatlas.bayern.de/buerger/wohnen/beleuchtung.html
www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_122_energieeffiziente_beleuchtung.pdf